Muslime in aller Welt feiern Ramadan

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Auch in Algerien feierte man das Ramadan-Fest.

Hamburg/Istanbul - Muslime in aller Welt haben am Sonntag das Ende ihres Fastenmonats gefeiert. Das insgesamt drei Tage dauernde Fest des Fastenbrechens gilt als zweitwichtigste Feierlichkeit im Islam.

Viele gläubige Muslime haben am Sonntag zum ersten Mal seit dem Beginn des Fastenmonats am 21. August wieder gefrühstückt.

In Deutschland glauben rund 4,3 Millionen an die Lehre des Islam. Das Fasten gehört zu einer ihrer fünf wichtigsten Pflichten. Ausgenommen sind Kranke, Alte, Schwangere oder Kinder. Der Ramadan, in dem Muslime von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts essen und trinken dürfen, ist der neunte Monat des in der muslimischen Welt üblichen Mondkalenders.

In der Nacht zum 27. Ramadan sollen dem Propheten Mohammed der Überlieferung zufolge wichtige Teile des Koran offenbart worden sein. Auch über das Fasten, das in vielen Religionen und Kulturen üblich ist, gibt es Verse im Koran. Zum dreitägigen Fest nach Ende der Fastenzeit, auch “Eid al-Fitr“ oder in der Türkei Zuckerfest genannt, ist es üblich, neue Kleider anzuziehen, Verwandte zu besuchen und gemeinsam zu essen.

Die beiden christlichen Kirchen hatten in der vergangenen Woche Grußbotschaften zum Ramadanfest an den Koordinationsrat der Muslime verschickt. Sie hatten sich auch für viele Einladungen von örtlichen Moscheen an christliche Nachbarn zu den Feierlichkeiten bedankt. Diese Zeichen von Freundschaft und Gemeinschaft sollten auch über die Fastenzeit hinaus das Zusammenleben im Alltag bestimmen, hieß es.

Um eine weitere Verbreitung der Schweinegrippe zu vermeiden, haben Gesundheitsexperten in einigen arabischen Ländern vor allzu innigen Gratulationen gewarnt. “Zu diesem Fest, vermeidet Umarmungen und Küsse, schüttelt einander stattdessen die Hand!“ zitierte die Zeitung Gulf Daily News aus Bahrain am Freitag eine Funktionärin in Manama. In Jordanien erließ die staatliche Behörde für islamische Rechtsgutachten, nachdem in dem Königreich 274 Fälle von Schweinegrippe registriert worden waren, eine “Fatwa“, die das Küssen auf die Wange während der Festtage explizit verbietet.

dpa

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