Moskau feiert Gagarin-Flug mit Salut und NASA-Chef

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ARCHIV - Der sowjetische Kosmonaut Juri Gagarin in seinem Raumanzug kurz vor seinem Start zum ersten bemannten Weltraumflug.

Moskau - Mit Salut-Schüssen und einer Erklärung der Staatsduma erinnert Russland in den kommenden Tagen an den historischen Weltraumflug von Juri Gagarin vor genau 50 Jahren.

Gagarin war am 12. April 1961 insgesamt 108 Minuten lang als erster Mensch im All. NASA-Chef Charles Bolden reise zu dem Jubiläum extra nach Moskau, berichtete das russische Staatsfernsehen am Sonntag.

Für Boldens russischen Amtskollegen Anatoli Perminow von der Raumfahrtbehörde Roskosmos werde das Gagarin-Gedenken wohl der letzte große Auftritt, hieß es. Perminow steht nach mehreren Pannen im Raumflugprogramm seit Wochen in der Kritik. Ihm droht die Abberufung.

Zu Ehren des ersten Kosmonauten habe Präsident Dmitri Medwedew 50 Schuss Festsalut angeordnet, teilte die Presseabteilung des Kreml mit. Die Salve soll am Jubiläumstag am Dienstag in Moskau abgefeuert werden. An diesem Montag wolle die Staatsduma eine Erklärung gegen ein "Wettrüsten im Weltraum" verabschieden, meldete die Agentur Interfax. Das All solle der Forschung vorbehalten bleiben.

Das Fernsehen stimmte die Zuschauer am Sonntag mit Weltraum-Sendungen auf die Feiern ein. Dabei wurde offiziell auch der insgesamt 42 Hunde gedacht, die Moskau seit Beginn der Weltraumflüge ins All geschickt hat. Wenige der Vierbeiner kehrten lebend zurück.

Auch die Teilnehmer der Weltraum-Simulation Mars500 in Moskau planen ein Gagarin-Gedenken, wie das russische Institut für biomedizinische Probleme (IMBP) mitteilte. Details waren zunächst nicht bekannt. Die sechs Freiwilligen stellen in fast vollständiger Isolation in 520 Tagen einen Flug zum Mars und zurück nach.

Der deutsche Bundeswehr-Hauptmann Oliver Knickel, der 2009 an einem ähnlichen Experiment in Moskau teilgenommen hatte, sagte, Gagarin habe keine Garantie gehabt, dass er lebend zurückkehrt. "Trotzdem hat er die Herausforderung angenommen und den jahrtausendealten Traum der Menschen, die Sterne zu erreichen, wahr gemacht", sagte Knickel.

dpa

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