Mordplan gegen Mohammed-Zeichner vereitelt

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Geheimdiensten ist es gelungen einen Mordanschlag auf einen skandinavischen Mohammed-Karikaturisten zu verhindern.

Stockholm - Geheimdiensten ist es gelungen einen Mordanschlag auf einen skandinavischen Mohammed-Karikaturisten zu verhindern. Der Auftrag sollte von einer Frau ausgeführt werden.

Wie die US-Justiz am Dienstag in Washington angab, soll eine als “Dschihad Jane“ und “Fatima LaRose“ bekannte Frau den Auftrag zur Ermordung des schwedischen Künstlers Lars Vilks angenommen und den Mann in seiner Heimat ausgekundschaftet haben. Sie ist seit ihrer Rückkehr im letztem Oktober in Haft. Am Dienstag waren vier Männer und drei Frauen in Irland festgenommen worden, weil sie ebenfalls die Tötung von Vilks vorbereitet haben sollen.

Sicherheitsraum eingerichtet

Der Schwede hatte 2007 eine Zeichnung von Mohammed als Hund veröffentlicht. Der dänische Karikaturist Kurt Westergaard war Anfang des Jahres nur knapp einem Mordanschlag in seinem Haus in Århus entgangen. Er gilt seit den Protesten Anfang 2006 gegen seine Karikatur mit dem Propheten als Terrorist für die Zeitung “Jyllands- Posten“ als permanent bedroht.

Vilks sagte über die Gefahr für seine Person auch zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Zeichnung: “Anscheinend bin ich eine gute Geschichte und muss nun leben wie in einem James-Bond-Film.“ Sein “Symbolwert“ sei größer als von ihm selbst angenommen. “Ich bin aber gut vorbereitet“, sagte Vilks weiter und zeigte sich Pressefotografen in seinem Haus mit einer großen Axt. Er bleibe hier auf jeden Fall wohnen und habe einen Sicherheitsraum eingerichtet.

Anwerbung von “Dschihad-Kriegern“

Unklar blieb am Mittwoch, welche Verbindungen es zwischen den Attentatsplänen der “Dschihad Jane“ in den USA und der in Irland lebenden Gruppe gegeben hat. Die 1963 geborene Colleen R. Larose aus dem Bundesstaat Pennsylvania soll auch wegen Vorbereitung weiterer Terroraktionen durch Anwerbung von “Dschihad-Kriegern“ vor Gericht gestellt werden.

Wiederauflage der Mohammed-Zeichnung

Die sieben Verdächtigen, die in den südirischen Städten Cork und Waterford festgenommen wurden, sind alle Muslime und stammen überwiegend aus arabischen Ländern. Die Geheimdienste in den USA, Schweden und Irland hätten bei der Aufdeckung der Mordpläne eng zusammengearbeitet, hieß es am Mittwoch. In den USA sei die erste Festnahme im letzten Monat bis jetzt geheim gehalten worden, um die Ermittlungen in Irland nicht zu behindern. Schwedens Justizministerin Beatrice Ask meinte über die Mordpläne: “Wir müssen sehr genau herausfinden, was dahintersteckt. Das ist wichtig für die Verteidigung der Meinungsfreiheit.“

Mehrere schwedische Zeitungen veröffentlichten nach Bekanntwerden der Festnahmen erneut die umstrittene Mohammed-Zeichnung von Vilks.

dpa

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