Mörder der Ägypterin will Revision einlegen

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Alex W. war am Mittwoch zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt worden.

Dresden - Der Verteidiger des wegen Mordes an der Ägypterin Marwa El-Sherbini verurteilten Russlanddeutschen Alex W. hat Revision angekündigt. W. ist zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt worden.

Dresden (dpa) - Der Verteidiger des wegen Mordes an der Ägypterin Marwa El-Sherbini verurteilten Russlanddeutschen Alex W. hat Revision angekündigt.

“Ich werde im Auftrag meines Mandanten Revision einlegen“, sagte der Potsdamer Rechtsanwalt Veikko Bartel am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur dpa auf Anfrage. Die Frist dafür beträgt eine Woche nach Prozessende. Bartel will dann das schriftliche Urteil, für das die Kammer nach dem Gesetz sieben Wochen Zeit habe, rechtlich prüfen. Danach entscheide sich, ob die Revision auch begründet werde.

Alex W. war am Mittwoch zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt worden.Die Schwurgerichtskammer hatte zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, womit eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren praktisch ausgeschlossen ist.

Staatsanwaltschaft und Nebenkläger hatten diese Höchststrafe gefordert. Die Verteidigung wollte eine Verurteilung wegen Totschlags im Affekt erreichen. Der arbeitslose Spätaussiedler hatte die Attacke schriftlich gestanden, vor Gericht aber weder Reue noch Bedauern gezeigt und geschwiegen.

Bis zur Rechtskraft des Urteils bleibe Alex W., der nach Angaben des Gutachters seit Jahren latent suizidgefährdet sei, in Untersuchungshaft, sagte Bartel. Zum Schutz vor Mithäftlingen werde er in absoluter Isolation gehalten und rund um die Uhr bewacht, könne aber mehr Besuch als andere Häftlinge erhalten. Alex W., der einen Tag nach der Verurteilung 29 Jahre alt wurde, sei bisher ausschließlich von seiner Mutter besucht worden.

Am Dresdner Landgericht herrschte nach gut zwei Wochen strengster Sicherheitsvorkehrungen wieder Normalität. “Es finden Verhandlungen statt“, sagte Gerichtssprecher Peter Kieß der dpa. Die nach der Bluttat installierten Sicherheitskontrollen gelten weiter für Besucher, die Absperrungen indes wurden bereits abgebaut. Während der elf Verhandlungstage hatten rund 200 Polizisten, darunter auch Scharfschützen, das Gerichtsgebäude bewacht und täglich nach Sprengstoff durchsucht.

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