Mindestens 136 Tote und 600 Verletzte im Irak

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136 Menschen starben und 600 wurden verletzt als im Irak zwei Bomben explodierten.

Bagdad - Der Irak ist am Sonntag von der blutigsten Anschlagswelle seit gut zwei Jahren erschüttert worden. Dabei wurden in Bagdad mindestens 136 Menschen getötet und etwa 600 verletzt.

Hinter den beiden Selbstmordanschlägen, die sich binnen einer knappen Minute während des morgendlichen Berufsverkehrs vor zwei Regierungsgebäuden ereigneten, wurden sunnitische Aufständische vermutet. Der koordinierte Doppelanschlag wurde als unmittelbarer Angriff auf die schiitisch dominierte Regierung gewertet.

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136 Tote bei Selbstmordanschlag im Irak

UN-Generalsekretär verurteilt Anschläge

Die Chancen von Regierungschef Nuri al-Maliki bei der bevorstehenden Parlamentswahl dürften entscheidend von der weiteren Entwicklung der Sicherheitslage abhängen, die sich zuletzt stabilisiert hatte. Beobachter fürchten nun, dass die Gewalt in den Wochen vor der Abstimmung am 16. Januar erheblich ansteigen könnte. Al-Maliki besuchte den Tatort, um sich selbst ein Bild zu verschaffen. Zu den Anschlägen bekannte sich zunächst niemand, doch trugen sie die Handschrift sunnitischer Extremisten.

Die Bomben detonierten vor dem Justizministerium und dem Büro der Bagdader Regionalverwaltung. Die mit Sprengstoff beladenen Fahrzeuge waren auf Parkplätzen neben den Gebäuden abgestellt. Diese liegen unweit der schwer bewachten sogenannten Grünen Zone mit dem irakischen Regierungssitz und den meisten westlichen Botschaften. Die betroffene Straße wurde erst vor kurzem wieder für den Verkehr freigegeben, was als Verbesserung der Sicherheitslage eingestuft wurde. Die Gegend gilt eigentlich als relativ sicher.

“Sie haben die Regierung zum Ziel“

Die Attentäter hatten ihre Wagen auf Parkplätze vor den betroffenen Gebäuden gefahren, bevor sie ihre Sprengsätze zündeten, wie der irakische Generalmajor Kassim al Mussawi berichtete. “Sie haben die Regierung und den politischen Prozess in diesem Land zum Ziel“, sagte er. Bei der zweiten Explosion bildete sich ein riesiger Feuerball, auch eine Salve von Maschinenfeuer war zu hören. Krankenwagen eilten zum Tatort. Bürger wurden gebeten, mit ihren Privatautos beim Transport von Verletzten in Kliniken zu helfen.

Unter den Toten befanden sich mindestens 25 Mitglieder der Bagdader Provinzrates, der die Stadt regiert. Auch Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der US-Botschaft in Bagdad wurden verwundet. US-Präsident Barack Obama verurteilte den Doppelanschlag scharf. Die verheerende Bluttat offenbare die hasserfüllten und zerstörerischen Ziele derjenigen, die den Fortschritt im Irak aufhalten wollten, erklärte Obama in Washington. Die Anschläge könnten den Mut und die Widerstandskraft der Iraker jedoch nicht brechen. Die USA würden dem Land auch weiterhin dabei helfen, Frieden, Sicherheit und Gerechtigkeit zu erlangen.

Auch die Bundesregierung in Berlin verurteilte die Bluttat. Abermals hätten feige Anschläge viele unschuldige Menschen das Leben gekostet, erklärte der stellvertretende Außenamtssprecher Andreas Peschke. “Unser Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten. Den Verletzten wünschen wir rasche Genesung.“ Deutschland werde auch weiter an der Seite des irakischen Volkes stehen und es beim Aufbau eines stabilen und demokratischen Landes unterstützen.

AP

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