Mindestens 22 Tote bei Schiffsunglück in Mazedonien

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Der friedliche Schein trügt: Ein Rettungstaucher auf der Suche nach vermissten Opfern des Schiffsunglücks.

Skopje - Beim Untergang eines Ausflugsschiffs in Mazedonien sind am Samstag mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen.

Das Boot mit bulgarischen Touristen an Bord zerbrach etwa 300 Meter vor der Küste in zwei Teile und versank nach Augenzeugenberichten in nur einer Minute. Als erste eilten Gäste eines Camping-Platzes am Seeufer den Menschen zu Hilfe. Kurz danach trafen Polizeiboote mit Tauchern am Unglücksort ein.

Als Unfallsursache wird eine mögliche Überlastung des Schiffes vermutet. An Bord sollen sich 45 bis 62 Ausflügler befunden haben. Das Schiff war für 43 Passagiere zugelassen, wie die Medien in der Hauptstadt Skopje berichteten.

Die bulgarische Regierung wollte ein Sonderflugzeug nach Ohrid schicken. Das einem mazedonischen Unternehmer gehörende Boot wurde 1924 in einer Werft in Regensburg gebaut und soll vor wenigen Monaten technisch überprüft worden sein.

Der Ohrid-See ist einer der größten Seen auf dem Balkan und gilt als einer der ältesten Seen der Erde. Der Wasserspiegel liegt 695 Meter über dem Meeresspiegel. Der See hat eine maximale Tiefe von 289 Meter und eine Fläche von 349 Quadratkilometern. Der größere Teil gehört zu Mazedonien, der kleinere zu Albanien.

dpa

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