Mindestens 42 Tote bei Anschlag auf Schrein

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Ein Mann trägt eines der Opfer der Bombe eines Selbstmordattentäters in einem Schrein in Lahore.

Lahore - Bei einem Doppelanschlag von Selbstmordattentätern auf einen Schrein sind mindestens 42 Menschen gestorben. Viele davon waren betende Pilger. Nun gibt es Kritik an den Sicherheitsvorkehrungen.

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35 Tote bei Anschlägen in Pakistan

Bei einem Anschlag von zwei Selbstmordattentätern auf einen muslimischen Schrein in der ostpakistanischen Stadt Lahore sind mindestens 42 Menschen getötet und 180 weitere verletzt worden. Zu dem Angriff auf den Schrein des Sufi-Heiligen Abul Hassan Ali Hajvery bekannte sich zunächst niemand. Der Verdacht fiel aber auf islamische Extremisten, die die Anhänger des Sufismus als Ketzer betrachten und deshalb schon wiederholt Anschläge auf sie verübten.

Pilger beteten, als die erste Bombe explodierte

Die USA verurteilten den Angriff, in der pakistanischen Bevölkerung sehen aber viele gerade in dem Engagement der USA in ihrem Land die eigentliche Ursache für die Gewalt. “Amerika tötet Muslime in Afghanistan und in unseren Stammesgebieten, und die Militanten greifen Pakistan an, weil die Regierung Amerika unterstützt“, sagte der 25-jährige Zahir Umar, der häufig den Schrein besucht. Die Pakistaner seien es, die unter der amerikanischen Politik und Aggression zu leiden hätten, sagte ein 34-jähriger Ladenbesitzer, Mohammed Asif.

Nach Behördenangaben sprengte sich der erste Attentäter in einem unterirdischen Gewölbe des Data-Darbar-Schreins in die Luft, in dem Pilger vor dem Gebet ruhen und sich waschen können. Wenige Minuten später zündete der zweite Attentäter in einem großen Hof vor dem Schrein, auf den sich viele nach der ersten Explosion geflüchtet hatten, seinen Sprengsatz. Die Explosionen hatten eine verheerende Wirkung, wie Fernsehbilder zeigten. Tausende waren in dem Schrein, als die Bomben detonierten.

Protest gegen unzureichende Sicherheitsvorkehrungen

Nach dem Doppelanschlag versammelten sich vor dem Schrein mehrere Demonstranten und kritisierten die nach ihren Worten unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen. Polizisten gaben Warnschüsse ab, um die Menge auseinanderzutreiben. Lahore, die zweitgrößte pakistanische Stadt, war in der Vergangenheit immer wieder Schauplatz blutiger Anschläge. So wurden bei Anschlägen auf zwei Moscheen der Ahmadi-Sekte am 28. Mai in Lahore mindestens 93 Menschen getötet. Im Oktober 2009 wurden bei Angriffen auf drei Sicherheitseinrichtungen in Lahore 28 Menschen getötet, bei zwei Bombenanschlägen auf einen Markt im Dezember vergangenen Jahres kamen 48 Menschen ums Leben.

DAPD

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