Opfer des Drogenkriegs

Mindestens 60 Leichen in Massengrab in Mexiko entdeckt

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Auf diesem Feld nahe der Stadt Veracruz wuren die menschlichen Überreste gefunden.

Veracruz - Seit sechs Jahren suchten Aktivisten in Mexiko nach im Drogenkrieg verschleppten Menschen. Jetzt wurde ein Massengrab entdeckt, rund 60 Leichen werden exhumiert.

Angehörige von Vermissten haben im Osten von Mexiko mindestens 60 Leichen in einem Massengrab entdeckt. Die Toten seien nahe der Ortschaft Colinas de Santa Fe im Bundesstaat Veracruz verscharrt gewesen, sagte die Sprecherin der Aktivistengruppe Colectivo Solecito, Lucía de los Ángeles, am Mittwoch. Spezialisten der Bundespolizei helfen bei der Exhumierung der Leichen.

Die Mitglieder von Colectivo Solecito suchen teilweise schon seit sechs Jahren nach verschleppten Angehörigen. Sie machen kriminelle Organisationen und staatliche Sicherheitskräfte für das Verschwinden verantwortlich. „Der Drogenkrieg hat viel Gewalt in Veracruz verursacht“, sagte De los Ángeles. „Das hat den Polizisten und Soldaten einen Freifahrtsschein gegeben, ihre Waffen einzusetzen.“ Wiederholt wurden in Mexiko bereits Massengräber entdeckt.

Veracruz ist einer der gefährlichsten Bundesstaaten Mexikos. Mehrere Verbrechersyndikate ringen dort um die Vorherrschaft. Im Januar verschleppten und töteten Polizisten fünf junge Leute. Die Beamten sollen im Sold der Drogenkartells Jalisco Nueva Generación gestanden haben.

dpa

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