War es ein Sabotageakt?

Mindestens 39 Tote bei Zugunglück in Südindien

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Rettungskräfte arbeiten in Kuneru an den entgleisten Eisenbahnwagen. 

Neu Delhi - Die Lok und sieben Waggons entgleisen, einige kippen um und bleiben auf der Seite liegen: Dutzende Reisende sterben bei dem Zugunglück in Indien, einige von ihnen sind auf der Stelle tot.

Wenige Wochen nach einem der schlimmsten Eisenbahnunfälle in Indien ist im Süden des Landes erneut ein Zug verunglückt. Mindestens 39 Menschen starben und 50 weitere wurden verletzt, als sieben Waggons und die Lok des sogenannten Hirakand-Expresses auf dem Weg von Jagdalpur im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh nach Bhubaneswar im Osten des Landes am späten Samstagabend in der Nähe des Bahnhofs Kuneru im Staat Andhra Pradesh entgleisten, wie die Behörden am Sonntag mitteilten.

Viele der Reisenden seien sofort tot gewesen, erklärte der Sprecher der regionalen Eisenbahn, JP Mishra. Der Zustand mehrerer Verletzter sei noch kritisch. Rettungsteams versuchten, die im Zug eingeschlossenen Menschen zu befreien und Leichen zu bergen. Einige der zerstörten Waggons mussten mit Schneidbrennern geöffnet werden.

Warum die Waggons entgleisten, war den Angaben nach noch unklar. Nach Angaben der staatlichen indischen Bahngesellschaft schließen die Ermittler einen Sabotageakt nicht aus. In der Region sind maoistische Rebellen aktiv. Vor dem Unglück hätten zwei andere Züge die Gleise problemlos befahren, sagte ein Sprecher. Behördenvertreter erklärten jedoch, möglicherweise habe ein Defekt der Bremsen oder aber Fahrlässigkeit des Zugführers den Unfall verursacht. Es sei eine Untersuchung angeordnet worden.

Unfälle ereignen sich relativ häufig im indischen Eisenbahnverkehr. Im November war Bundesstaat Uttar Pradesh ein Fernzug entgleist (siehe Video). Dabei kamen mehr als 140 Menschen ums Leben - das Zugunglück gilt als eines der schlimmsten in Indien seit Jahren. Ende Dezember war ebenfalls in Uttar Pradesh ein weiterer Zug entgleist. Dabei starben zwei Reisende, Dutzende wurden verletzt.

dpa

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