Mutter von vier Kindern verurteilt

Millionen-Strafe für illegale Musik-Angebote

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Jammie Thomas-Rasset kommt das illegale Anbieten von Musiktiteln teuer zu stehen.

Minneapolis - Weil sie Songs in der Internettauschbörse Kazaa angeboten hat, ist in den USA eine Frau zur Zahlung von fast zwei Millionen Dollar (1,4 Millionen Euro) Strafe verurteilt worden.

Die Geschworenen in Minneapolis befanden Jammie Thomas-Rasset des Verstoßes gegen das Urheberrecht für schuldig. In dem Prozess ging es um 24 Titel von Künstlern wie Gloria Estefan, Green Day und Sheryl Crow. In einem ersten Prozess war Thomas-Rasset 2007 wegen illegaler Musik-Downloads zu 222.000 Dollar Strafe verurteilt worden. Der Prozess wurde wegen eines Verfahrensfehlers neu aufgerollt.

Vor dem Gerichtssaal sagte die 32-jährige Mutter von vier Kindern am Donnerstag, sie werde niemals in der Lage sein, die Millionenstrafe zu zahlen. “Ich bin eine Mutter mit begrenzten Mitteln, also mache ich mir darüber jetzt keine Sorgen.“ Eine Sprecherin der Vereinigung der Plattenindustrie erklärte, die Kläger seien zu einer Einigung bereit. Eine Summe nannte sie nicht. Thomas-Rassets Anwalt hatte geltend gemacht, dass die Plattenfirmen nicht nachgewiesen hätten, dass jemand die bereitgestellten Songs herunterlud. Die Industrie erklärte, es habe sich gezeigt, dass Thomas-Rasset für illegales File-Sharing auf ihrem Computer verantwortlich gewesen sei.

Der Fall war der einzige von mehr als 30.000 ähnlich gelagerten, der tatsächlich verhandelt wurde. Die meisten anderen Beschuldigten, die ins Visier der Plattenindustrie gerieten, einigten sich mit der Branche auf eine Zahlung von jeweils etwa 3.500 Dollar.

Die Plattenfirmen beschuldigten Thomas-Rasset, im Februar 2005 insgesamt 1.700 Songs auf Kazaa angeboten zu haben. Erst danach wurde Kazaa nach einer Einigung mit der Branche zu einem legalen Downloaddienst für Musik. Zur Vereinfachung des Verfahrens begrenzte die Plattenindustrie ihre Klage auf 24 Titel. Sie macht Online-Piraterie für zurückgehende Einnahmen verantwortlich. Die Geschworenen sprachen der Industrie pro Titel 80.000 Dollar Schadenersatz zu, insgesamt 1,92 Millionen Dollar. 150.000 Dollar pro Titel wären laut Gesetz möglich gewesen.

ap

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