"Micky Maus"-Heft mit Fell-Maske

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Das Comic-Heft "Micky Maus" hat in einer Ausgabe eine Faschingsmaske mit echtem Kaninchenfell beigelegt.

Frankfurt - Das Comic-Heft "Micky Maus" hat in einer Ausgabe eine Faschingsmaske mit echtem Kaninchenfell beigelegt. Der Verlag zog Konsequenzen und kündigte dem Lieferanten.

Das Comic-Blatt “Micky Maus“ hat sich bei seinen Lesern entschuldigt, weil eine Faschingsmaske als Heftbeilage offenbar aus echtem Kaninchenfall hergestellt worden ist. “Wir sind sehr bestürzt darüber, insbesondere weil wir die Verwendung von Kunstfell beauftragt und unsere Test-Reports dieses auch ausgewiesen haben“, erklärte der Egmont-Ehapa-Verlag auf seiner Website.

Verlag hat Verwendung von Tierhaaren verboten

Die “Micky Maus“ erschien in der siebten Ausgabe dieses Jahres mit der Maske. Ehapa erklärte, man sei sich als Verlag für Kindermagazine seiner besonderen Verantwortung bewusst. “Gerade das Micky-Maus-Magazin engagiert sich häufig für Tierschutz- und Umweltschutzthemen, daher ist es für uns selbstverständlich, Konsequenzen aus diesem unglücklichen Vorkommnis zu ziehen“, hieß es auf der Website. Nach eigenen Angaben erließ der Verlag ein Verbot zur Verwendung von Tierhaaren in seinen Produkten. Außerdem wurde demnach die Zusammenarbeit mit einem langjährigen Lieferanten gekündigt.

PETA begrüßt Entscheidung

Die Tierschutzorganisation PETA begrüßte die Entscheidung. “Dass ausgerechnet einem Kindermagazin ein mit Echtpelz verbrämtes Gimmick beigelegt war, erschüttert uns zutiefst.“ Kinder betrachteten Tiere als Freunde. Wildtiere, die ihres Felles wegen in Fallen gefangen würden, litten oft tagelang größte Schmerzen. Auf Pelzfarmen müssten Tiere in winzigen, dreckigen Käfigen leben, kritisierte die deutsche Abteilung der Organisation.

DAPD

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