Mexiko: Gefängnispersonal wegen Drogenboss-Flucht angeklagt

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Vier Gefängnismitarbeiter, die dem mexikanischen Drogenboss Joaquin "El Chapo" Guzman bei der Flucht geholfen haben sollen, werden per Haftbefehl gesucht. Foto: Mario Guzman

Mexiko-Stadt (dpa)- Nach der Flucht des Drogenbosses Joaquín "El Chapo" Guzmán hat die mexikanische Justiz Anklage gegen vier Gefängnismitarbeiter erhoben. Ein Bundesrichter ordnete ihre Verhaftung an.

Ihnen wird vorgeworfen, die Flucht Guzmáns nicht gemeldet zu haben, hieß es in einer Erklärung der Justizbehörde in Mexiko-Stadt. Sie hätten das Sicherheitsprotokoll nicht aktiviert, obwohl ihnen die technischen Mittel zur Verfügung gestanden hätten.

Der Chef des mächtigen Sinaloa-Kartells war am 11. Juni spektakulär aus einem Hochsicherheitsgefängnis im Zentrum Mexikos entkommen. Er nutzte dafür einen 1,5 Kilometer langen Tunnel, der aus der Dusche seiner Zelle in ein Haus in der Umgebung führte. Das Gefängnispersonal will von den monatelangen unterirdischen Arbeiten nichts bemerkt haben. Örtliche Medien kritisierten später auch, dass die Verantwortlichen nach der Flucht zu spät Alarm schlugen.

Bislang gibt es insgesamt sieben Anklagen in dem Fall. Dieser hat die verbreitete Korruption und den weitreichenden Einfluss der mexikanischen Verbrechersyndikate in den Fokus gerückt. "El Chapo" (Der Kleine) war bereits 2001 einmal aus einem Hochsicherheitsgefängnis entkommen.

Mitteilung der Justiz

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