Mexikaner laut "Forbes" reichster Mensch der Welt

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Der mexikanische Telekommunikations-Magnat Carlos Slim hat mit 53,5 Milliarden Dollar (39,3 Milliarden Euro) ein größeres Vermögen als die US-Milliardäre Bill Gates und Warren Buffet.

Mexiko-Stadt - Zum ersten Mal steht mit Carlos Slim kein US-Bürger an der Spitze der Liste der reichsten Menschen der Welt. Laut "Forbes" sind Bill Gates und Warren Buffet daran selbst schuld.

Erstmals seit 1994 führt kein US-Bürger die “Forbes“-Liste der reichsten Menschen der Welt an: Der mexikanische Telekommunikations-Magnat Carlos Slim hat demnach mit 53,5 Milliarden Dollar (39,3 Milliarden Euro) ein größeres Vermögen als die US-Milliardäre Bill Gates und Warren Buffet. Slim kam zugute, dass sich die Aktienkurse seiner Telekommunikationsunternehmen nach der Finanzkrise rasch erholten. Sein Erfolgsrezept ist zudem: Er kaufte angeschlagene und staatseigene Unternehmen, sanierte sie und verkaufte sie mit großem Gewinn.

Slim ist dafür bekannt, preisgünstige Anzüge zu tragen und nur selten die Computer zu benutzen, die sein Unternehmen verkauft. Seine Büros verströmen den Charme der 70er Jahre, zugleich besitzt Slim aber eine bedeutende Kunstsammlung.

Spenden verdrängen Buffet und Gates von der Spitze

Dass Microsoft-Grüner Bill Gates mit 53 Milliarden Dollar (39 Milliarden Euro) und Finanzinvestor Warren Buffet mit 47 Milliarden (34,6 Milliarden Euro) auf die Plätze zwei und drei zurückgefallen seien, liege an ihrer Spendenfreudigkeit. Sie spendeten jeweils Teile ihres Vermögens für gute Zwecke.

Das sind die zehn reichsten Menschen der Welt

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Die neue “Forbes“-Liste zeigt außerdem: Die wirtschaftliche Vorherrschaft Europas und der USA geht zurück. Forbes-Journalistin Keren Blankfeld sagte, die aktuelle Liste spiegele die zunehmende Bedeutung von Entwicklungsländern wider. Viele Reiche aus Schwellenländern schafften es erstmals auf die berühmte Milliardärsliste. Unter den Top Ten befinden sich neben Slim zwei Milliardäre aus Indien und einer aus Brasilien. Aus Taiwan kommen 18 der aufgeführten Milliardäre, drei Mal so viel wie bei der vergangenen Wertung. Aus der Türkei sind es mit 28 mehr als doppelt so viele. Auch Brasilien mit 18 und Russland mit 62 Milliardären unterstreichen ihr gewachsenes ökonomisches Gewicht.

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Reichster Deutscher ist laut “Forbes“ Aldi-Besitzer Karl Albrecht, dem ein Vermögen von 23,5 Milliarden Dollar zugeschrieben wird und der damit Platz zehn auf der Liste einnimmt. 53 Milliardäre aus Deutschland schafften es auf die Liste. 

Insgesamt führt das Magazin 1011 Menschen auf, die ein persönliches Vermögen von jeweils mehr als einer Milliarde Dollar angehäuft haben. Diktatoren und Angehörige von Königshäusern sind ausgeschlossen. Nur 89 der Milliardäre sind weiblich. Die wirtschaftliche Verschiebung zugunsten der Schwellen- und Entwicklungsländer bedeutet nicht, dass die USA keine Rolle mehr spielen: Auf der neuen Liste finden sich 403 US-Bürger, 40 mehr als auf der vergangenen. Mit großem Abstand folgt China auf Platz zwei, dort gibt es 64 Milliardäre.

DAPD

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