Raubkatzenjagd in Indien

Menschenfressender Tiger erschossen

Neu Delhi - Er tötete drei Menschen und zwei Kühe und versetzte die Bewohner mehrerer Dörfer in Angst und Schrecken. Jetzt wurde dem Treiben eines Tigers im Süden Indiens ein Ende gesetzt.

Nach wochenlanger Jagd hat die Polizei im indischen Bundesstaat Tamil Nadu einen Tiger zur Strecke gebracht, der für drei tödliche Angriffe auf Menschen verantwortlich gemacht wird. "Gestern Abend entdeckten wir das Tier in einem Waldgebiet in der Nähe eines Dorfes und mussten es erschießen", sagte der regionale Polizeichef Senthil Kumar.

Aus Angst vor der Raubkatze seien die Menschen rund um die Stadt Ooty in den Nilgiri-Bergen zwei Wochen lang kaum noch aus ihren Häusern gekommen, berichteten lokale Medien am Donnerstag. Schulen blieben demnach geschlossen, Wanderungen auf den beliebten Touristen-Gipfel Doddabetta verboten. Zuletzt wurde von der Großkatze eine Frau getötet, die auf einer Teeplantage arbeitete

Geplant war, den Tiger zu betäuben, doch als er in keine der Fallen ging, eröffnete man die Jagd auf den Tiger, an der sich zeitweise rund 150 Polizisten und Mitarbeiter der Forstbehörde mit Elefanten und Spürhunden beteiligten.

In Indien leben etwa 1700 Tiger. Zum Zeitpunkt von Indiens Unabhängigkeit 1947 gab es noch geschätzte 40.000 Tiere. Die dramatische Abnahme des Bestands der in freier Wildbahn lebenden Tiger geht zurück auf Wilderei, internationale Schmugglernetzwerke und Zerstörung des Lebensraums. Neben Tigern fallen auch Leoparden Menschen in Indien an, da ihre Lebensräume immer kleiner werden.

dpa/afp

Rubriklistenbild: © AFP (Symbolbild)

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