Drama in Guinea

Massenpanik: 33 Menschen sterben nach Konzert

Conakry - Ein Strandkonzert zum Ende des Fastenmonats Ramadan wurde zur Tragödie: Bei einem Gedränge nach einem Konzert im westafrikanischen Guinea starben mindestens 33 Menschen.

Nach Angaben der Behörden waren tausende Menschen am Dienstagabend zu dem Konzert am Strand des Vororts Ratoma gekommen, bei dem unter anderem die beliebte Rap-Gruppe "Instinct Killers" auftrat. Als die Zuschauer nach Konzertende dem Ausgang zustrebten, kam es plötzlich zu einem furchtbaren Gedränge. Panik brach aus, Menschen stolperten und fielen hin und wurden von den Nachdrängenden zu Tode getrampelt. Unter den 33 Opfern waren nach Angaben von Ärzten auch elf Minderjährige im Alter zwischen zehn und 17 Jahren. Rund 60 Menschen wurden verletzt.

Die Ursachen für das Gedränge waren zunächst unklar. Ein Vertreter der Polizei sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Ausgang sei durch ein Seil versperrt gewesen. Als die ersten Besucher deswegen stoppten, seien sie von der nachdrängenden Menge zu Fall gebracht worden. Sehr schnell habe sich dann eine "allgemeine Panik" entwickelt. Der Polizeivertreter kritisierte, der Ausgang sei für die vielen Besucher zu eng gewesen. Zudem seien nur wenige schlecht ausgebildete Wachleute für die Sicherheit des Konzerts zuständig gewesen.

Das Präsidialamt rief Staatstrauer aus. Alle Strände der Hauptstadt wurden bis auf weiteres geschlossen. Der Leiter der staatlichen Agentur, die für die Kontrolle von Bühnenauftritten zuständig ist, wurde von seinem Amt suspendiert.

AFP

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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