Deutscher Tourist in Mali erschossen

Berlin/Bamako - Bei einer Entführung von mehreren Europäern im westafrikanischen Mali ist wohl ein Deutscher ums Leben gekommen. Das bestätigte am Samstag ein Sprecher des Auswärtigen Amtes (AA) in Berlin.

Er konnte allerdings keine Angaben zur Identität machen. “Die deutsche Botschaft in Mali ist eingeschaltet und hat die konsularische Betreuung des Falls übernommen“, sagte der Sprecher.

Am Donnerstag und Freitag waren insgesamt sechs Europäer in den Städten Timbuktu und Hombori von Entführern verschleppt worden. Einer von ihnen wurde getötet. Daraufhin flog die Regierung in Mali am Samstag etwa zehn Touristen aus Timbuktu aus.

Nach Angaben des lokalen Rundfunks war der deutsche Mann am Freitag beim Mittagessen in einem Restaurant in der Oasenstadt Timbuktu am Rande der Sahara, als er und drei weitere Europäer entführt wurden. Bei ihnen soll es sich nach einem Bericht des Senders RFI um einen Schweden, einen Niederländer und einen britisch-südafrikanischen Staatsbürger handeln.

Bereits am Donnerstag hatten Bewaffnete in Hombori ein Hotel gestürmt und zwei Franzosen entführt. Die beiden sollen als Geologen für ein malisches Bauunternehmen gearbeitet haben. Die französische Justiz nahm erste Ermittlungen wegen bandenmäßiger Entführung mit terroristischem Hintergrund auf.

Bisher hat sich niemand zu den jüngsten Entführungen bekannt. In Mali ist die Terrorgruppe Al-Kaida im islamischen Maghreb (AQMI) aktiv. Sie hat bereits mehrmals Europäer als Geiseln genommen.

Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen in die nördlichen und nordöstlichen Gebiete Malis - darunter die gesamten Verwaltungsregionen Timbuktu und die Verwaltungsregion Mopti, zu der auch Hombori gehört. Für touristische Ziele bestünden deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken.

Die deutsche Botschaft hat ihren Sitz im Süden Malis in Bamako. Bei einer konsularischen Betreuung wird in der Regel Kontakt zur Familie des Opfers aufgenommen - auch um abzuklären, was mit dem Leichnam passieren soll.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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