Mehr Tote nach Tsunami auf Samoa angeschwemmt

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Die Küste von Lalomanu.

Wellington - An den einst paradiesischen Stränden von Samoa schwemmen drei Tage nach dem Tsunami immer mehr Leichen an. Die Opferzahl beläuft sich nach Behördenangaben bisher auf 150 Menschen.

30 Tote wurden allein in dem Ort Lalomanu an der Südküste geborgen, berichtete der Deutsche Ronald Kubik am Freitag.

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Dort gab es eine populäre Ferienanlage. Am Strand ragen zwischen den Trümmern von Häusern und Hütten nur noch einzelne Palmen in den Himmel. “Lalomanu gleicht einer Müllhalde“, beschrieb ein Augenzeuge die Lage in der Zeitung “New Zealand Herald“ vom Freitag. Die Behörden gaben die Opferzahl mit rund 150 an. Viele Menschen wurden weiterhin vermisst. Am Freitag bebte die Erde in der Region erneut. Ein Beben der Stärke 6,3 erschütterte den Inselstaat Tonga mehrere hundert Kilometer südlich von Samoa. Schäden wurden nicht vermeldet. Eine der nördlichsten Inseln von Tonga war bei dem Tsunami am Dienstag von einer meterhohen Welle überschwemmt worden. Mehrere Menschen kamen dort ums Leben.

Nach Angaben von Kubik waren sieben deutsche Touristen auf Samoa, die leicht verletzt wurden. Sie seien aber alle wohlauf. Keiner der 25 deutschen Einwohner war zu Schaden gekommen. In den Krankenhäusern der Insel fehlt es an Medikamenten und Blutreserven. Im Rundfunk wurde die Bevölkerung zu Blutspenden aufgerufen.

Überlebende berichteten aus ihren Krankenhausbetten über die Horrorszenen, als am Dienstagmorgen Ortszeit wenige Minuten nach dem schweren Erdbeben der Tsunami anrollte. Eine Großmutter packte ihre beiden Enkelkinder an den Händen, verlor sie aber in der Welle, die sie erfasste, berichtete die Frau im Fernsehen. Ein Kind wurde später lebend am Strand gefunden, das andere blieb zunächst vermisst.

Charlie Pearse aus Neuseeland arbeitete als Lehrerin auf Samoa und war in einem Schulbus voller Kinder unterwegs. Die Welle erfasste das Fahrzeug. “Ich bin sicher, dass einige sofort tot waren“, sagte sie weinend zu Reportern. “Ich habe ihre leblosen Körper gespürt.“ Sie selbst habe sich auf den nahen Tod eingestellt und habe dann wie durch ein Wunder überlebt, als sie aus dem Bus geschleudert wurde.

 Die Regierung hat den Angehörigen der Opfer ein Massenbegräbnis in der kommenden Woche vorgeschlagen. Sie wollen die Kosten tragen und Gräber auf einem Friedhof in Tifaigata zur Verfügung stellen.

dpa

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