Mehr als 20 Menschen sterben in Somalia an Cholera

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Zwei Frauen mit Nahrungspaketen vom WFP in Mogadischu (Archivfoto vom 19. Februar)

Mogadischu - Nach einem Cholera-Ausbruch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind nach Angaben von Ärzten bereits mehr als 20 Menschen an der Infektionskrankheit gestorben.

In den vergangenen zwei Tagen seien zudem 180 weitere Patienten mit Verdacht auf Cholera in eine Klinik eingeliefert worden, sagte die Ärztin Lul Mohamed am Samstag. Seit dem Beginn der Epidemie Anfang Februar hätten über 2.000 Cholera-Patienten das Banadir-Krankenhaus aufgesucht.

Viele der Betroffenen seien Kinder von Flüchtlingen, die wegen einer seit Wochen andauernden Offensive der Streitkräfte des Landes gegen islamistische Milizen ihre Häuser verlassen mussten. “Kinder sind am stärksten von der Krankheit betroffen“, sagte Mohamed. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sah ein acht Monate altes Mädchen, das vom Flüssigkeitsverlust stark geschwächt war. “Sie ist sehr schwach. Sie kann noch nicht mal ihre Augen öffnen“, sagte eine Krankenschwester.

Der Klinik in Mogadischu gehe nun das Material aus, sagte Mohamed. Auch das Geld für die Gehälter der Ärzte und Sanitäter werde langsam knapp. Freiwillige würden jedoch bei der Pflege der Kranken helfen.

Von den Behörden wurde der Ausbruch der Cholera zunächst nicht bestätigt. Das Land am Horn von Afrika hat seit 20 Jahren keine funktionierende Regierung mehr. Wegen einer Dürre haben derzeit viele Menschen kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser.

dapd

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