Mehr als 40 Hochzeitsgäste in Kuwait verbrannt

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Das Innere des Zelts war nach dem Unglück mit verkohlten Trümmern übersät. Auch Stühle, Tische und die Klimaanlage waren ausgebrannt.

Kuwait-Stadt - Brandkatastrophe auf einer Hochzeitsfeier in Kuwait: 41 Frauen und Kinder kamen ums Leben, als ein Festzelt in Flammen aufging. Mindestens 76 weitere Menschen wurden verletzt, wie das Innenministerium mitteilte.

Die genaue Ursache des Feuers war zunächst nicht bekannt. Das Unglück ereignete sich laut einer Meldung der Nachrichtenagentur KUNA am Samstag in der Gegend von Dschahra, westlich der Hauptstadt.

Das zwölf Meter lange Zelt für die weiblichen Hochzeitsgäste und deren Kinder sei in nur drei Minuten vollständig ausgebrannt, sagte Feuerwehrchef Brigadegeneral Jassem al Mansuri am Sonntag. “Es war ein schrecklicher Anblick, Leichen und viele Schuhe lagen am einzigen Ausgang auf dem Boden. Sie müssen übereinander getrampelt sein,“ sagte er. Der Feuerwehrchef sprach vom schlimmsten Brand, den er im Laufe seiner fast 40-jährigen Berufstätigkeit gesehen habe. Die Behörden führten DNA-Tests durch, um die oft bis zur Unkenntlichkeit verbrannten Opfer - 35 Frauen und sechs Kinder - zu identifizieren, sagte Al Mansuri. Ob die Braut unter den Toten war, war zunächst nicht klar. Die Frauen feiern in Kuwait traditionell von den Männern getrennt.

Unbekannt war auch, wieviele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem für bis zu 180 Personen ausgelegten Zelt aufhielten. 58 der Verletzten befanden sich am Sonntag noch im Krankenhaus, sieben von ihnen in ernstem Zustand. Die Regierung richtete eine Telefon-Hotline und ein Informationszentrum für die Angehörigen der Opfer ein, wie das staatliche Fernsehen berichtete. Der Emir des Golfemirats, Scheich Sabah al Ahmed al Sabah, sprach den Hinterbliebenen laut einer Meldung der Nachrichtenagentur KNA sein Mitgefühl aus.

Als Brandursache komme ein defektes Elektrokabel in Frage, sagte Al Mansuri. Auch Probleme mit den Warmhalteplatten für das Büffet oder der Grillkohle seien möglich. Veranstaltungen in Zelten sollten in Kuwait von den Behörden genehmigt werden, sagte der Feuerwehrchef weiter. Die Hochzeitsgesellschaft habe für die Feier keine Genehmigung gehabt. Das Innenministerium rief die Bevölkerung auf, keine Zelte mehr in dicht besiedelten Gebieten zu errichten. Auch über ein vollständiges Verbot solcher Zelte, die auch häufig für Wahlkampfveranstaltungen verwendet werden, wurde diskutiert.

AP

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