Regenschauer und Erdrutsche

Mehr als 90 Tote infolge von Unwettern in Sri Lanka

Tote nach Unwettern in Sri Lanka
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Bei schweren Unwettern sind in Sri Lanka mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 110 Menschen würden vermisst, teilten die Behörden am Freitag mit.
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Bei schweren Unwettern sind in Sri Lanka mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 110 Menschen würden vermisst, teilten die Behörden am Freitag mit.

Colombo - Bei schweren Unwettern sind in Sri Lanka mindestens 91 Menschen ums Leben gekommen. Weitere 110 Menschen würden vermisst, teilten die Behörden am Freitag mit.

Der Inselstaat Sri Lanka leidet im zweiten Jahr in Folge unter einer besonders starken Regenzeit. Erdrutsche und Überschwemmungen vertreiben Tausende aus ihren Häusern. Mehr als 50 Menschen sind bereits gestorben.

Die Zahl der Toten ist auf mehr als 90 gestiegen. Die Verwaltung des am schwersten betroffenen Distrikts Kalutara, rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Colombo, meldete 37 Tote. Mindestens 20 weitere Todesopfer gab es im benachbarten Distrikt Ratnapura, wie die dortige Verwaltung bestätigte. Mehr als 110 Menschen galten noch als vermisst.

Sechs Erdrutsche infolge von Regenschauern

Tagelange Regenfälle hatten in beiden Distrikten in der Nacht zum Freitag mindestens sechs große Erdrutsche ausgelöst. Auch die Hauptstadt Colombo war von Überflutungen betroffen, ebenso wie die bei Touristen beliebten Distrikte Galle und Matara.

„Wir haben Soldaten in die betroffenen Gebiete geschickt, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen“, sagte Offizier Roshan Seneviratne. Weitere Medienberichte, laut denen es auch in anderen Teilen des Landes Notfälle mit Todesopfern gab, bestätigten die Behörden zunächst nicht.

Im Mai beginnt Regenzeit

Laut Behördenangaben befanden sich am Freitag bereits mehr als 10 000 Menschen vor den Unwettern auf der Flucht. Zusätzlich habe man die Anwohner aller überflutungsgefährdeten Flüsse dazu aufgerufen, ihre Häuser zu verlassen, sagte Innenminister Vajira Abeywardena.

In Sri Lanka beginnt im Mai üblicherweise der Südwest-Monsun, der Regen im Süden, Westen und Zentrum der Insel bringt. Im vergangenen Jahr starben bei ähnlichen Unwettern mindestens 127 Menschen. Erdrutsche verschütteten damals ganze Dörfer. Mindestens 300 000 Menschen mussten vorübergehend aus ihren Behausungen fliehen.

dpa

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