Medien: Mehr Tote durch resistente Keime in Krankenhäusern

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Die große Zahl schwerer Infektionen durch resistente Klinikkeime beunruhigt Patienten wie Mediziner. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv

Berlin (dpa) - In deutschen Krankenhäusern sterben Medienberichten zufolge mehr Menschen an Infektionen durch resistente Erreger als bisher bekannt.

Aus Daten der Krankenhäuser gehe hervor, dass im vergangenen Jahr bei verstorbenen Patienten mehr als 30 000 Mal einer der drei meistverbreiteten resistenten Keime abgerechnet worden sei, berichteten die "Zeit", "Zeit Online", die Funke-Mediengruppe und "Correctiv".

Experten seien sich sicher, dass die Zahl der Infektionstoten deutlich höher liege als vom Bundesgesundheitsministerium angegeben. Statt der 7500 bis 15000 Toten gebe es "mehr als 30 000 bis 40 000 Todesfälle, wahrscheinlich weit mehr", zitieren die Medien den Vizepräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene, Walter Popp.

Die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Katja Angeli, wies die Zahlen als falsch zurück. "Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene geht hier von einer falschen Annahme aus, da sie Tote, die einen resistenten Erreger in sich tragen, gleichsetzt mit Todesfällen durch einen resistenten Erreger."

Zutreffend seien die offiziellen Schätzungen, nach denen in Deutschland pro Jahr 10 000 bis 15 000 Patienten infolge von Krankenhausinfektionen sterben.

Bundesgesundheitsministerium zu Antibiotikaresistenzstrategie

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