Marcos Verteidigung beantragt Freispruch

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Marco Weiss verfolgt seinen Prozess von Uelzen aus.

Antalya/Uelzen - Das Gerichtsverfahren gegen Marco Weiss in der Türkei ist auf den 16. September vertagt worden. Die Verteidigung des Deutschen hat Freispruch beantragt.

Das für Mittwoch erwartete Urteil des Gerichts in Antalya für den 19-jährigen deutschen Schüler Marco Weiss ist verschoben worden. Der Missbrauchsprozess wurde auf den 16. September vertagt, wie der Verteidiger Ahmet Ersoy auf telefonische Anfrage der Nachrichtenagentur AP sagte. Andere Verfahren in dem Gerichtssaal hätten länger als vorgesehen gedauert. Marcos deutscher Anwalt Jürgen Schmidt äußert sich deutlich: „Nach unserem Rechtsverständnis ist das geradezu unglaublich“, nennt er die Vertagung wegen des urlaubenden Staatsanwalts „schon sehr grenzwertig“.

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Die Allgemeine Zeitung berichtet als Heimatzeitung von Marco über die Ereignisse. Hier gibt‘s auch ein Video.

Ersoy sagte, die Verteidigung habe bereits schriftlich Freispruch gefordert. Sie werde ihren Antrag am nächsten Verhandlungstag mündlich erläutern. Die Staatsanwaltschaft hatte am 5. Juni einen Schuldspruch wegen Vergewaltigung und sexuellen Missbrauchs beantragt, aber kein konkretes Strafmaß genannt.

Der damals 17-jährige Schüler aus Uelzen soll sich im April 2007 im türkischen Urlaubsort Side an der 13-jährigen Engländerin Charlotte sexuell vergangen haben. Sie hatten sich in einer Disco kennengelernt. Das Mädchen gab sich nach Angaben von Marco Weiss für 15-jährig aus. Im Hotelzimmer der Britin soll es zum Verkehr gekommen sein.

Das Mädchen sagte nach früheren Angaben ihres Anwalts, Marco habe ihr, während sie schlief, Gewalt angetan. Dies bestreitet der Angeklagte. An der Gerichtsverhandlung nimmt er nicht mehr teil, seit er im Dezember 2007 nach acht Monaten aus der Untersuchungshaft freigekommen war. Seine Eltern hatten am Dienstag die Erwartung geäußert, dass das türkische Gericht Marco freisprechen und damit der Einschätzung der Lüneburger Staatsanwaltschaft folgen würde. Diese hatte Anfang Mai ihr eigenes Ermittlungsverfahren in diesem Fall eingestellt.

az/AP

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