Russland: So pompös wird ein Mafia-Fürst beerdigt

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Ähnlich viele Trauernde wie bei Boris Jelzin. Die Anteilnahme bei der Beerdigung von Wjatschslaw Iwankow, war enorm. Offiziell waren Journalisten verboten.

Moskau - Es kam einem Staatsbegräbnis gleich. Über 1000 Trauernde begleiteten den Mafiaboss Wjatscheslaw Iwankow auf seinem letzten Weg. „Japonschik“, wurde wie ein Nationalheld vereehrt.

Wie im Mafia-Film: Die russische Unterwelt hat von einem ihrer Bosse mit einer pompösen Trauerzeremonie in Moskau Abschied genommen. Journalisten waren auf dem Prominentenfriedhof Wagankowo unter den mehr als 1000 Gästen unerwünscht. Dennoch gelangen Medien Aufnahmen der in dunklen Lederjacken gekleideten und mit viel Gold geschmückten Trauernden, die den Kriminellen Wjatscheslaw Iwankow, genannt Japonschik, wie einen Nationalhelden verehrten.

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Viele Blätter veröffentlichten die Bilder am Mittwoch auf ihren Titelseiten. Die Moskauer Zeitung “Kommersant“ berichtete unter Berufung auf das Innenministerium, dass allein etwa 200 “kriminelle Autoritäten“ unter den Trauergästen waren. Nach Angaben der Zeitung “Wremja Nowostej“ war die Beerdigung des Schwerverbrechers und Mörders ähnlich groß wie etwa bei Ex-Präsident Boris Jelzin oder von Literaturnobelpreisträger Alexander Solschenizyn. Iwankow wurden beste Verbindungen in die Politik und Geschäftswelt sowie zum Geheimdienst nachgesagt.

Abgeordnete des russischen Parlaments zeigten sich am Mittwoch entsetzt über den Rummel um einen Kriminellen. Iwankow, der in der Sowjetunion sowie in den USA im Gefängnis gesessen hatte, war am Freitag im Alter von 69 Jahren an seinen Schussverletzungen nach einem Attentat gestorben. Ob nach seinem Tod ein Clan-Krieg in der russischen Unterwelt droht, war zunächst unklar. dpa

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