Mafia-Pate im eigenen Haus erschossen

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Mafia-Pate Nicolo Rizzuto bei seiner Entlassung aus dem Gefängnis im Jahr 2008.

Montreal/New York - Wie im Film: Kurz vor dem Abendessen hatte Mafia-Patriarch Nicolo Rizzuto noch einmal aus dem Fenster geschaut, als ihn die tödlichen Schüsse trafen.

Das luxuriöse Haus am Rande von Montreal liegt an einem Waldstück. Offenbar hatte da der Mörder auf den 86-Jährigen gelauert. Rizzuto starb auf dem Weg ins Krankenhaus. Außer dem Patriarchen waren zwei Frauen im Haus, die einen Schock erlitten, ansonsten aber unverletzt blieben.

Der Mord ist der Höhepunkt eines langen Bandenkrieges. Die Kanadier sind zwar stolz, dass sie deutlich weniger Kriminalität haben als ihre Nachbarn in den USA, doch auch in Kanada gibt es Mafiastrukturen. Ein enger Freund Rizzutos war im August vergangenen Jahres vor seinem Restaurant niedergeschossen worden. Vier Monate später starb sein Enkel unter den Schüssen eines Mörders. Seitdem wurden weitere Mitglieder von Rizzutos “Familie“ getötet oder niedergeschossen. Am Donnerstag hieß es von der Polizei, es gebe noch keine heiße Spur: “Wir ermitteln in alle Richtungen.“

dpa

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