Italienischer Mafia-Jäger warnt Vatikan

"Der Papst ist in Gefahr"

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Papst Franziskus hat sich nicht nur Freunde gemacht

Rom - Italiens bekannter Mafia-Jäger Nicola Gratteri schlägt Alarm. Dass Papst Franziskus gegen Korruption und für eine Reform der Kurie und der Vatikanbank eintritt, ist der Mafia ein Dorn im Auge. Droht ein Anschlag? 

Nicola Gratteri (55) gehört zu Italiens bekanntesten Mafia-Jägern, vor allem der kalabrischen 'Ndrangheta, steht seit Jahren unter Personenschutz. Jetzt warnt der Staatsanwalt von Reggio Calabria: Der Papst ist ins Visier des Organisierten Verbrechens geraten!

"Papst Franziskus macht die Finanzmafia nervös", erklärte Gratteri dem italienischen Nachrichtenportal "Il Fatto Quotidiano". "Sie arbeiten an einem Plan." Der Grund: "Dieser Papst ist auf dem rechten Pfad. Er hat von Anfang an mit seinem eisernen Kruzifix und seinen Mahnungen gegen den Luxus wichtige Signale gesendet. Er ist konsequent. glaubwürdig und sein Ziel ist eine Grundreinigung der katholischen Kirche."

Die neue Transparenz der Vatikanbank gefällt nicht

Vor allem die neue Transparenz der skandalgeplagten Vatikanbank dürfte der Mafia gar nicht gefallen: Das mächtige Geldinstitut, das immer wieder wegen des Verdachts auf angebliche Schwarzkonten und Geldwäsche in die Schlagzeilen geriet, legte im OKtober erstmals einen ausführlichen Geschäftsbericht vor. Zudem wird ein Großteil der Konten derzeit wegen seltsamer finanzieller Transaktionen von der vatikanisczhen Finanzauficht AIF geprüft.

Dass die Mafia über diese neue Politik des Pontifex alles andere als erfreut ist, überrascht daher nicht. "Ich weiß nicht, ob das Organisierte Verbrechen momentan in der Lage ist, zu handeln", so Mafia-Jäger Gratteri weiter. "Aber sie denken mit Sicherheit über ihre Möglichkeiten nach - es kann gefährlich werden."

Der Vatikan gibt sich unterdessen - zumindest nach außen - unbesorgt. Sprecher Pater Federico Lombardi: "Es gibt keinen konkreten Grund zur Sorge und es hat keinen Sinn, Alarm zu schüren."

kb

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