Mädchen (3) stundenlang in Schulbus eingesperrt

Paris - Eine Dreijährige ist in Frankreich mehr als sechs Stunden in einem Schulbus eingesperrt gewesen. Das Mädchen schlief offensichtlich auf dem Weg zum Kindergarten ein und verpasste es, auszusteigen.

Eigentlich sollte sie mit ihrer Schwester und den anderen Kindern aussteigen. Als das Mädchen aufwachte stand der Bus allerdings abgesperrt auf einem Parkplatz. Erst am Nachmittag entdeckte ein im Auto vorbeifahrendes Paar die Dreijährige. Das Kind sei in Tränen aufgelöst gewesen, berichtete der Autofahrer der Tageszeitung “La Nouvelle République“ (Mittwoch). Er und seine Frau hätten sofort die für Poinçonnet in Zentralfrankreich zuständige Gemeindeverwaltung alarmiert.

Der Arzt, der die Dreijährige anschließend untersuchte, vermutet, dass die Kleine lange versucht haben muss, mit Schlägen gegen die Busscheiben auf sich aufmerksam zu machen. Ihre Handflächen waren noch nach der Befreiung stark gerötet. Der Vater des Mädchens erstattete nach dem Vorfall Anzeige. Er will klären lassen, wie sein Kind in dem Bus vergessen werden konnte. Nach Angaben der Zeitung ereignete sich der Vorfall bereits in der vergangenen Woche.

dpa

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