Lufthansa-Maschine vor Air-France-Absturz in schweren Turbulenzen

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Wie jetzt bekannt wurde, soll eine Lufthansa-Boeing 747-400 in der Absturz-Region der Air-France ebenfalls in Turbulenzen geraten sein. (Archivbild)

Frankfurt/Main - Etwa 48 Stunden vor dem Absturz der Air-France-Maschine zwischen Brasilien und Afrika ist eine Boeing 747-400 der Lufthansa in der selben Region in schwere Turbulenzen geraten.

Die Maschine mit der Flugnummer LH 507 war auf dem Weg von Sao Paulo nach Frankfurt, als es drei Stunden von der brasilianischen Küste entfernt an Bord schwere Erschütterungen gab, wie stern.de berichtet. Laut dem Bericht wurden mehrere Personen verletzt.

Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AP lediglich, dass es wegen Turbulenzen einen Leichtverletzten an Bord gegeben habe, warnte jedoch vor einer Dramatisierung des Vorfalls. Dies sei gerade in dieser Zeit absolut unverantwortlich. “Generell ist auf dieser Strecke mit Turbulenzen zu rechnen“, sagte er. Um Verletzungen bei plötzlichen Erschütterungen der Maschine zu vermeiden, gebe es bei der Lufthansa schon seit einigen Jahren eine generelle Anschnallpflicht für Passagiere, die sich auf ihren Sitzen aufhielten, sagte der Sprecher weiter. Diese Pflicht gelte auch bei ausgeschaltetem Anschnallzeichen.

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Der Unglücksflieger von Air France war an Pfingsten nordöstlich der brasilianischen Inselgruppe Fernando de Noronha vom Radar verschwunden. Vermutlich 228 Menschen starben bei dem Absturz über dem Atlantik. Über die Unglücksursache wird weiterhin spekuliert, anfangs war von einem Gewitter die Rede.

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Passagiere wurden an die Decke geschleudert

In dem Fall der Lufthansa-Maschine dauerten die Erschütterungen nach Informationen von stern.de etwa zehn Minuten. Der vollbesetzte Jumbo sei mehrmals durchgesackt, habe ein Zeuge berichtet. Die Erschütterungen seien so schwer gewesen, dass die Getränkewagen abgehoben hätten, Handgepäck, Teller und Kleidungsstücke durch die Kabine geflogen seien. Mehrere nicht angeschnallte Passagiere wurden demnach an die Decke geschleudert. Ein Passagier habe so stark geblutet, dass er an Bord genäht werden musste. “Solch heftige Turbulenzen habe ich noch nie erlebt“, berichtete der Passagier, bei dem es sich laut stern.de um einen Vielflieger auf der Strecke handelt. Nach Informationen von stern.de war auch der Pilot von der Heftigkeit der Turbulenzen überrascht. Er habe in der dunklen Tropennacht die Gewitterzellen nicht deutlich ausmachen können, soll er laut Zeugen gegenüber Crew-Mitgliedern eingeräumt haben. Anscheinend habe auch das Wetterradar keine Warnmeldung anzeigt.

ap

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