30 Jahre nach der Tat

Mordfall Lolita: Angeklagter freigesprochen

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Trier - Vor 30 Jahren wurde die damals 18-jährige Lolita Brieger ermordet. Jetzt gab es im Prozess eine Entscheidung: Der angeklagte Ex-Freund wurde freigesprochen.

Das Gericht zeigte sich zwar überzeugt davon, dass der 51 Jahre alte Josef K. seine schwangere Ex-Freundin im Jahr 1982 getötet hat. Allerdings sei nach so langer Zeit nicht mehr mit Sicherheit festzustellen, wie genau es zu der Tötung kam, hieß es am Montag in der Urteilsbegründung. Der Angeklagte hatte sich während des Prozesses nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Die Mordmerkmale der Heimtücke oder niedrige Beweggründe seien deshalb nicht mit Sicherheit nachzuweisen, sagte die Vorsitzende Richterin. Der Tatbestand des Totschlags wiederum ist inzwischen verjährt.

Staatsanwaltschaft hatte lebenslange Haftstrafe gefordert

Lolita Brieger galt fast 29 Jahre lang als vermisst. Zuletzt wurde die damals schwangere 18-Jährige am 4. November 1982 im Eifeldorf Scheid (Rheinland-Pfalz) gesehen, dem Heimatort des Angeklagten. Dann verlor sich ihre Spur, bis der Fall im August vergangenen Jahres in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ aufgegriffen wurde.

Nach Ausstrahlung der Sendung erhielt die Polizei in Trier Hinweise auf einen Mann, der in seiner Vernehmung angab, Lolitas Ex-Freund Josef K. damals bei der Beseitigung der Leiche geholfen zu haben. Der Zeuge führte die Polizei zu einer stillgelegten Mülldeponie im Eifelort Frauenkron (Nordrhein-Westfalen), wo nach zweiwöchiger Suche die Überreste der Frau gefunden wurden.

Im Prozess hatten Staatsanwaltschaft und Nebenklage eine lebenslange Freiheitsstrafe für Josef K. wegen Mordes gefordert. Die Verteidigung hatte dagegen auf Freispruch aus Mangel an Beweisen plädiert.

dapd

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