Leise Zuversicht: Der Live-Ticker von Samstag

Die Tragödie in Japan nimmt kein Ende: Die Bevölkerung muss nicht nur gegen die Verwüstung nach dem Tsunami kämpfen. Das Land steht zudem vor einer atomaren Katastrophe. Verfolgen Sie die aktuellen Ereignisse im Live-Ticker:

20:42 Uhr+++ Im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima Eins soll am Sonntag einer der schwer beschädigten Reaktoren wieder mit Strom versorgt werden.

20:39 Uhr+++ Der Chef der Internationalen Atomenergie-Behörde IAEA, Yukiya Amano, hat sich nach seiner Rückreise aus Japan zufrieden gezeigt. "Ministerpräsident Naoto Kan hat mir zugesagt, dass er uns alle Information zugänglich machen will."

19:18 Uhr+++ Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan hat sich die Zahl der Toten weiter erhöht. Nach Polizeiangaben wurden nach der Katastrophe inzwischen 7320 Leichen geborgen. 11 370 Menschen würden noch vermisst, wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag berichtete.

19:07 Uhr+++ Russland hat Japan nach dem schweren Erdbeben seine Hilfe im Energiesektor angeboten. Ministerpräsident Wladimir Putin erklärte am Samstag, japanische Unternehmen könnten sich an der Erdgasförderung in Ostrussland beteiligen.

18:13 Uhr+++ Angesichts erwarteter Regenfälle mit einer möglichen Belastung durch radioaktive Partikel hat die japanische Atomenergiekommission die Bevölkerung der Krisenregion aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben.

17:22 Uhr+++ Die Grünen wollen den Turboausstieg aus der Atomkraft bis 2017. Ein Wahlsieg in Baden-Württemberg soll Spitzenkandidat Kretschmann in die Lage bringen, dafür jetzt schon die Voraussetzungen zu schaffen.

17:00 Uhr+++ Wirtschaftsminister Brüderle will kommende Woche einen Netzausbauplan für Ökostrom vorlegen. Es dürfte den Verbraucher viel Geld kosten.

16:00 Uhr+++ Immer mehr Volkswirte warnen vor den Folgen eines möglichen Super-GAUs in Japan für die Weltwirtschaft. Die Konjunktur im Land der Mitte ächzt auch ohne Atomunglück unter den Folgen des Erdbebens.

15:42 Uhr +++ Angesichts der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima Eins ziehen japanische Ingenieure einen "Sarkophag" wie in der Ukraine in Erwägung. Doch der Weg dorthin wäre weit.

15.10 Uhr +++ Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan rechnet die Dekabank mit hohen Kosten für die japanische Volkswirtschaft. Die Ökonomen gingen bisher von Schäden in Höhe von mehr als 135 Milliarden Euro aus, berichtete die “Welt am Sonntag“ vorab unter Berufung auf eine Analyse der Bank. Die Kosten entsprächen 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung Japans.

14.23 Uhr +++ Die Grünen haben die Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zur Abstimmung über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland erklärt.

13.55 Uhr +++ Das japanische Gesundheitsministerium prüft einen Verkaufsstopp von Lebensmitteln aus der Präfektur Fukushima. Dies teilte die internationale Atomenergiebehörde IAEA am Samstag mit. Zuvor war bei Milch und Spinat aus der Nähe des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima erhöhte Strahlenwerte gemessen wurden.

Japan-Katastrophe: Bilder vom Samstag

Japan-Katastrophe: Bilder vom Wochenende

13.38 Uhr +++ Im Trinkwasser von Tokio sind Spuren von radioaktivem Jod aufgetaucht. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag mit Verweis auf die japanische Regierung.

13.14 Uhr +++ Das Atom-Krisenmanagement von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt bei vielen Bundesbürger nicht gut an. Das ergab eine Umfrage.

13.04 Uhr +++ Nach dem Erdbeben und dem Tsunami am Freitag vergangener Woche geben die japanischen Behörden die offizielle Zahl der Todesopfer inzwischen mit 7.348 an. Vermisst werden demnach 10.947 Menschen.

12.17 Uhr +++ Auch das Abschalten mehrerer alter Atomkraftwerke rechtfertigt nach Einschätzung des Umweltbundesamts keine Strompreiserhöhungen.

11.48 Uhr +++ Die Radioaktivität in Japan außerhalb der kritischen Zonen rund um die Atomanlage Fukushima ist nach Erkenntnissen der Organisation des Vertrages über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen minimal. Nach Angaben eines Diplomaten in Wien haben Messungen der CTBTO ergeben, dass die Radioaktivität 100 Millionen bis eine Milliarde Mal unter den als gesundheitsgefährdend geltenden Grenzwerten liegt.

11.36 Uhr +++ E.ON-Chef Johannes Teyssen hat angesichts der Abschaltung älterer Atommeiler vor einem Zusammenbruch des deutschen Stromnetzes gewarnt.

11.30 Uhr +++ Die Nutzung der Kernkraft ist nach Ansicht des SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel ein Auslaufmodell. "Wir erleben gerade das Ende des Atomzeitalters."

10.56 Uhr +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf gemeinsame europäische Sicherheitsstandards für Atomkraftwerke. In der EU seien viele Dinge vereinheitlicht “bis hin zu der Größe von Äpfeln oder der Form von Bananen“, sagte Merkel in ihrer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft im Internet.

10.25 Uhr +++ Der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz warnt vor massiven Folgen für die Weltwirtschaft, falls die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins außer Kontrolle gerät.

9.47 Uhr +++ Die meisten Deutschen haben die japanische Hauptstadt und ihre Umgebung wohl verlassen. Der überwiegende Teil ist nach Einschätzung der deutschen Botschaft in Japan nach Westjapan oder ins Ausland gereist.

9.26 Uhr +++ Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein riesiges Problem mit den vielen Toten.

8.44 Uhr +++In der Umgebung des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi ist laut Regierungsangaben eine erhöhte radioaktive Verstrahlung bei Spinat und Milch festgestellt worden.

7.32 Uhr +++ Die Reaktoren im schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins sollen weitere sieben Stunden von außen mit Wasser gekühlt werden. Wenn das gelänge, seien am Ende 1260 Tonnen Wasser auf Reaktor 3 gesprüht worden, berichtete der Sender NHK am Samstagnachmittag (Ortszeit).

7.01 Uhr +++ Der Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz, Wolfram König, hat nach dem Atomunfall in Japan schärfere Auflagen für europäische Kernkraftwerke gefordert. Was in der EU “bislang fehlt, ist ein einheitlicher Bewertungsmaßstab für Kernkraftwerke“, sagte er der “Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Samstag).  

6.43 Uhr +++ Die Arbeiter am stark beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Eins stemmen sich gegen den atomaren GAU. Die Feuerwehr schickte am Samstag neue Männer aus Tokio, um die Reaktor-Ruinen zu kühlen.

5.06 Uhr Zumindest von einem der Reaktoren im havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins gibt es gute Nachrichten: In Block 5 sinkt die Temperatur im Abklingbecken für abgebrannte Brennstäbe, wie die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag unter Berufung auf den AKW-Betreiber Tepco meldete.

5.00 Uhr +++ Der Anschluss der von einer Kernschmelze bedrohten Reaktorblöcke in Fukushima konfrontiert die Techniker mit großen Problemen.

4.56 Uhr +++ Eine zweite Gruppe Feuerwehrleute ist auf dem Weg zum havarierten Atomkraftwerk Fukushima, um ihre Kollegen bei dem gefährlichen Kühleinsatz an den Reaktoren abzulösen.

4.44 Uhr +++ Ein junger Japaner, der am Samstag aus den Trümmern seines Hauses geborgen wurde, war dort nicht wie zunächst angenommen acht Tage lang verschüttet. Das meldeten die Nachrichtenagenturen Kyodo und Jiji am Samstag. Der Mann war Kyodo zufolge von einem Notaufnahmelager am Freitagmittag nach Hause zurückgekehrt, um dort aufzuräumen. Dort fanden die Retter ihn dann am Samstag.

2.18 Uhr +++ Die Arbeiter am havarierten Atomkraftwerk Fukushima Eins bekommen bei ihrem Einsatz immer mehr radioaktive Strahlung ab. Der AKW-Betreiber Tepco erhöhte die Obergrenze erneut auf nun 150 Millisievert pro Noteinsatz, wie der TV-Sender NHK berichtete. Vorher waren 100 Millisievert pro Schicht das Limit gewesen - die Arbeiter überschritten diesen Wert aber regelmäßig.

0.55 Uhr +++ Trotz aller Bemühungen der Einsatzkräfte im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 hat am frühen Samstag eine Dampfwolke über Reaktor 3 signalisiert, dass der Kampf gegen den Super-GAU noch nicht entschieden ist.

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