Explosionen in Fukushima - AKW-Aus in Deutschland: Live-Ticker von Dienstag

Neue Explosionen erschütterten am Dienstag das Kernkraftwerk Fuskushima. Während Japan vor einer atomaren Katastrophe steht, wurde in Deutschland ein Atommoratorium beschlossen. Die Ereignisse am Dienstag im Live-Ticker:

22.55 Uhr +++ In einem Reaktor des beschädigten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi ist nach Angaben der Regierung erneut ein Brand ausgebrochen. Flammen schlagen in die Höhe, wie die Regierung am Mittwochmorgen (Ortszeit) mitteilte.

22.32 Uhr +++ Atomstrahlenmessgeräte sind in Deutschland derzeit im Handel und bei den Herstellern nicht erhältlich. Das berichtet die “Financial Times Deutschland“. Geigerzähler könne sie derzeit “keinen liefern, nicht ein einziges Stück“, sagte eine Sprecherin des Elektronikhändlers Conrad dem Blatt. Die Vorbestellungen lägen bereits “im Hunderterbereich“.

22.08 Uhr +++ Die New Yorker Börse hat angesichts der Auswirkungen der Krise in Japan auf die Märkte auch am Dienstag mit Verlusten geschlossen.

21.55 Uhr +++ Die US-Regierung hat angesichts der nuklearen Katastrophe in Japan ihr Vertrauen in die Sicherheit amerikanischer Atomkraftwerke bekräftigt.

21.45 Uhr +++ Bayerns evangelischer Landesbischof Johannes Friedrich fordert als Konsequenz aus der Atomkatastrophe in Japan einen raschen Ausstieg aus der Kernenergie. Friedrich sagte im Bayerischen Fernsehen, man könne nicht länger meinen, das “Restrisiko“ sei beherrschbar.

21.31 Uhr +++ Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan haben die USA weitere Nuklearexperten in das Land geschickt. Die Regierung hat nunmehr 34 Spezialisten entsandt.

20.45 Uhr +++ Mit einer Schweigeminute vor dem Champions-League-Achtelfinale haben die Spieler des FC Bayern München und von Inter Mailand den Opfern der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan gedacht.

20.23 Uhr +++ Die Betreiber des Katastrophen-Atomkraftwerks Fukushima befürchten offenbar Explosionen auch in den letzten beiden unbeschädigten Reaktoren. Nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA zog die Betreiberfirma in Erwägung, Platten von den Reaktoren 5 und 6 zu entfernen, um dort mögliche Wasserstoff-Staus zu verhindern.

20.09 Uhr +++ Bei der Überprüfung von Rohrleitungen im derzeit abgeschalteten Block B des Atomkraftwerks Biblis sind kleine Risse entdeckt worden.

20.05 Uhr +++ Baden-Württembergs Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) rechnet mit einer Abschaltung des Atommeilers Neckarwestheim I noch in dieser Woche.

19.21 Uhr +++ Der britische Energieminister Chris Huhne hat Deutschland bezichtigt, in der Atompolitik vorschnell auf die Ereignisse in Japan reagiert zu haben. Europäische Regierungen scheinen “gehetzte Entscheidungen“ über die Sicherheit von Atomkraft getroffen zu haben, sagte er. 

18.33 Uhr +++ Furcht vor einbrechender Nachfrage nach Rohöl in Japan hat die Ölpreise am Dienstag kräftig fallen lassen. Im späten Nachmittagshandel rutschte der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent um 3,19 Dollar auf 110,48 Dollar.

18.24 Uhr +++ Die hessische Landesregierung erwägt die Untersuchung von ankommenden Passagieren aus Japan auf radioaktive Strahlung.

18.10 Uhr +++ Die immer größer werdende Angst vor einer atomaren Katastrophe haben den Dax am Dienstag zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober 2010 gedrückt.

17.46 Uhr +++ Japan hat die Europäische Union um Hilfe für die Opfer des Erdbebens und des Tsunamis gebeten. “Wir haben gerade von Japan eine detaillierte Bitte um Hilfe als Reaktion auf das verheerende Erdbeben bekommen“, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso am Dienstag in Brüssel.

17.29 Uhr +++ Den Bundesbürgern droht nach Ansicht des Bundesverbraucherministeriums derzeit keine Gefahr durch radioaktiv belastete Lebensmittel aus Japan.

17.08 Uhr +++ Die EU-Staaten unterziehen europaweit Atomkraftwerke einer Sicherheitsprüfung. Das kündigte EU-Energiekommissar Günther Oettinger an. Bei dem “Stresstest“ werde es um die Neubewertung aller Risiken bei Naturkatastrophen wie Erdbeben und Hochwasser gehen.

16.54 Uhr +++ Trotz der angekündigten Sicherheitschecks in allen 17 deutschen Atomkraftwerken bleibt Kanzlerin Angela Merkel bei ihrer früheren Aussage, dass die heimischen Meiler die sichersten der Welt seien.

16.25 Uhr +++ Die Betreiber des beschädigten Atomkraftwerks Fukushima wollen die Reaktoren möglicherweise von Hubschraubern aus mit Wasser kühlen. Das Unternehmen Tokyo Electric Power erklärte am Dienstag, man erwäge, die japanischen und amerikanischen Streitkräfte um Hilfe bitten.

16.04 Uhr +++ Die zunehmende radioaktive Strahlung rund um das japanische Atomkraftwerk Fukushima treibt immer mehr Ausländer in die Flucht. Österreich verlegt seine Botschaft aus der Hauptstadt Tokio nach Osaka. China will als erstes Land, seine Bürger aus dem Nordosten Japans in Sicherheit bringen. 

15.38 Uhr +++ Die Angst vor einer atomaren Verstrahlung wächst. Viele Japaner können die Ungewissheit kaum noch ertragen und verlangen bessere und genauere Infos. Die Radioaktivität ist auch schon in Tokio erhöht.

15.18 Uhr +++ Angesichts des Atomdesasters in Japan hat Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) eine grundlegende Neubewertung der Atomsicherheit in Deutschland angekündigt.

15.10 Uhr +++ Die Region Kanto, in der auch die Millionenstadt Tokio liegt, ist am späten Dienstagabend (Ortszeit) von einem heftigen Nachbeben erschüttert worden.

15.03 Uhr +++ Die Profis der Fußball-Bundesliga und der 2. Liga werden am kommenden Wochenende mit Trauerflor spielen. Sie gedenken damit den Opfern der Erdbeben-Katastrophe in Japan.

14.48 Uhr +++ Experten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) schätzen mögliche Schäden für deutsche Atomkraftwerke durch Erdbeben als “gering bis moderat“ ein. Deutschland liege im Gegensatz zu Japan nicht an einer aktiven Plattengrenze, sagte Fachbereichsleiter Christian Bönnemann am Dienstag vor dem Hintergrund der Katastrophe in Japan. Zudem seien die in Deutschland gültigen Vorschriften zur Erdbebensicherheit von Kernkraftwerken sehr streng.

14.42 Uhr +++ Der Atommeiler Neckarwestheim 1 soll dauerhaft vom Netz gehen. Der Energiekonzern EnBW als Betreiber erklärte am Dienstag in Karlsruhe, das Kernkraftwerk in Kürze “vorübergehend freiwillig“ abzuschalten. Es werde voraussichtlich nicht wieder angefahren.

14.27 Uhr +++ Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet bei einem früheren Abschalten deutscher Kernkraftwerke mit steigenden Strompreisen.

14.11 Uhr ++ Angesichts der Atomkatastrophe in Japan hat das Auswärtige Amt am Dienstag eine “Teilreisewarnung“ für den Nordosten des Landes erlassen. Es riet außerdem von nicht erforderlichen Reisen nach Japan generell ab.

14.09 Uhr +++ Nach den verheerenden Atomunfällen in Japan wird das umstrittene bayerische Kernkraftwerk Isar 1 umgehend abgeschaltet. Formal muss der Meiler zwar zunächst nur vorübergehend vom Netz - die Staatsregierung will ihn aber dauerhaft abgeschaltet lassen. “Wir wollen, dass es dabei auch bleibt“, sagte Umweltminister Markus Söder (CSU) am Dienstag.

14.05 Uhr +++ Die weltweite Furcht vor den Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan hat die Ölpreise am Dienstag weiter auf Talfahrt geschickt. Hauptgrund dafür ist nach Ansicht von Experten die drohende Ausweitung der Atom-Katastrophe in Japan und ein damit verbundener Rückgang der Ölnachfrage in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt. “Noch immer stehen die Ölmärkte unter dem Eindruck der Meldungen aus Japan“, hieß es bei der Commerzbank.

13.51 Uhr +++ Alt-Kanzler Helmut Schmidt (SPD) hat Verständnis für die zurückhaltende Informationspolitik der japanischen Regierung im Zusammenhang mit den Atomunfällen in Fukushima. “Es ist notwendig, vermeidbare Paniken zu vermeiden“, sagte Schmidt in einem Interview mit der Wochenzeitung “Die Zeit“.

13.49 Uhr +++ Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) gibt heute um 14.15 Uhr ein Statement zur Zukunft der Atomkraft in Deutschland ab. Mit Röttgen werden auch die Umweltministern der Länder auftreten, die Atomkraftwerke betreiben.

13.43 Uhr +++ Als Reaktion auf die massiven Reaktorausfälle weiten Japans Energieversorger die Stromsperren auf den Nordosten des Landes aus.

13.37 Uhr +++ EU-Energiekommissar Günther Oettinger erwägt Stresstests für europäische Atomkraftwerke.

13.16 Uhr +++ Die Strahlung im japanischen Kernkraftwerk in Fukushima ist weiter gestiegen und damit zu hoch für das Personal. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass die Arbeiter nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben können, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

Fukushima: Das AKW, vor dem die Welt zittert

13.09 Uhr +++ Nach der Reaktorkatastrophe in Japan gibt es nach Ansicht der EU-Kommission für Menschen in Europa keinerlei Gesundheitsgefahren. Auf Nachfragen sagte ein Sprecher der EU-Kommission: “Die Lage kann sich ständig verändern.“

12.57 Uhr +++ Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin hat angesichts der Erdbebenkatastrophe in Japan die japanische Judo-Nationalmannschaft zum Training nach Russland eingeladen. Russland müsse alles tun, “damit unsere Freunde und Nachbarn unsere Unterstützung spüren“, sagte Putin am Dienstag vor dem Kabinett in Moskau. Er wies das Notfallministerium an, weitere Hilfen nach Japan zu entsenden.

12.52 Uhr +++ Präsident Nicolas Sarkozy hat Forderungen nach einem Umdenken in der französischen Atompolitik zurückgewiesen. “Ein Ausstieg kommt nicht in Frage“, sagte er nach einem Bericht der Zeitung “Le Figaro“ (Dienstag) nach einem Treffen mit der Parteispitze der Regierungspartei UMP. Die französischen Atomkraftwerke seien zehnmal sicherer als andere, da sie eine doppelte Schutzhülle hätten. Frankreichs Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet betonte ihrerseits die hohe Sicherheit der 58 französischen Reaktoren. “Man kann nicht die Stromversorgung eines ganzen Landes mit erneuerbaren Energien sicherstellen“, sagte sie.

12.49 Uhr +++ Wer gerne Sushi isst, kann das ohne Bedenken tun. Denn die wenigsten Produkte dafür stammen aus Japan, wo nach der Atomkatastrophe radioaktive Strahlung zunehmend zum Problem wird. Daher sieht das Fisch-Informationszentrum (FIZ) in Hamburg keinen Anlass zur Beunruhigung.

12.47 Uhr +++ Der Wind über Japan hat im Tagesverlauf gedreht. Bis zum Abend deutscher Zeit werden radioaktive Partikel aus den havarierten Reaktoren wieder in Richtung Pazifik geweht, wie Meteorologin Johanna Anger vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Dienstag sagte. Bis auf weiteres werde es dann dabei bleiben.

12.45 +++ Die Lufthansa fliegt die japanische Hauptstadt Tokio vorerst nicht mehr an. Die beiden für Dienstag angekündigten Flüge aus Frankfurt am Main und München würden nach Nagoya beziehungsweise Osaka umgeleitet, sagte ein Konzernsprecher auf dapd-Anfrage. 

12.32 Uhr +++ Mindestens 100.000 Kinder haben nach Schätzung der Hilfsorganisation Save the Children nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami in Japan ihr Zuhause verloren. Die Kinderrechtsorganisation hat nun zusätzliche Helfer in das Katastrophengebiet entsandt, um dort mit lokalen Kräften Schutzräume aufzubauen.

12.08 Uhr +++ RWE-Chef Jürgen Großmann warnt vor hohen Kosten eines Atomausstiegs in Deutschland. Die Gesellschaft müsse anerkennen, “dass man in einem Industrieland nicht einfach so auf Kohle und Kernenergie verzichten kann, wenn man Wohlstand und Versorgungssicherheit erhalten will“, sagte Großmann der Wochenzeitung “Die Zeit“ (Mittwoch).

12.07 Uhr +++ Der größte deutsche Energiekonzern Eon nimmt sein ältestes Kernkraftwerk Isar 1 in Bayern vom Netz. Für die Dauer des von der Bundesregierung angekündigten Moratoriums werde der Betrieb der Anlage unterbrochen, teilte Eon am Dienstag in Düsseldorf mit. Kurz zuvor hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin angekündigt, dass alle Kernkraftwerke, die vor 1980 erbaut wurden, bei der anstehenden Sicherheitsüberprüfung des gesamten deutschen Atomkraftwerksparks vom Netz gehen. Eon wolle mit dieser Entscheidung eine “offene und kritische Bewertung“ durch die zuständigen bayerischen Aufsichtsbehörden erleichtern, erklärte Vorstandschef Johannes Teyssen.

11.46 Uhr +++ Vor der japanischen Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima hat sich ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 6,3 ereignet. Das teilte Japans Meteorologischer Dienst am Dienstagabend (Ortszeit) mit.

11.45 Uhr +++ Laut Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden  sieben AKW in Deutschland vorübergehend vom Netz genommen. 

11.34 Uhr +++ Wegen der verstärkten Atomgefahr haben Korrespondenten deutscher Sender die japanische Hauptstadt Tokio verlassen. Die ZDF-Reporter Johannes Hano und Jörg Brase arbeiteten jetzt bereits von Osaka aus, sagte ein Sendersprecher am Dienstag auf dapd-Anfrage in Mainz. Auch die Mediengruppe RTL Deutschland zieht die beiden sich noch in Japan befindenden Reporter aus Tokio ab.

11.23 Uhr +++ Das schwere Erdbeben und die atomare Katastrophe in Japan zeigen erste Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft. Das Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung (ZEW) in Mannheim verzeichnete bei seiner monatlichen Konjunkturumfrage ein Minus um 1,6 Punkte auf 14,1 Punkte.

11.16 Uhr +++ Thailand will demnächst Nahrungsmittel aus Japan auf radioaktive Verstrahlung testen. Das sagte Gesundheitsminister Jurin Laksanavisit am Dienstag. “Es gibt keinen Grund zur Panik“, betonte er. “Wir wollen Japan keine weiteren Probleme aufbürden, aber es ist unsere Pflicht, die Verbraucher zu schützen.“ In Thailand gibt es mehr als 1000 japanische Restaurants.

11.07 Uhr +++ Die Union im Bundestag rechnet nach den Atomunfällen in Japan mit der raschen Abschaltung mehrerer alter Kernkraftwerke in Deutschland. Der parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Peter Altmaier (CDU), sagte am Dienstag in Berlin, er gehe davon aus, dass “zwei bis drei“ Kraftwerken vom Netz gehen.

10.55 Uhr +++ Eines der Abklingbecken für verbrauchte Brennstäbe im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist nach Angaben der Atomaufsicht des Landes möglicherweise am “kochen“.

10.50 Uhr +++ In der Wand von Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima Eins klaffen zwei acht Quadratmeter große Löcher.

10.42 Uhr +++ In der japanischen Fußball-Liga wird es bis Anfang April keine Spiele mehr geben. Die J-League verlängerte die Frist wegen der Erdbebenkatastrophe und deren Folgen. Zunächst hatte der Liga-Verband alle für diesen Monat geplanten Partien abgesagt.

10.38 Uhr +++ Die Kühlung in Reaktor 4 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins droht auszufallen.

10.35 Uhr +++ Vier Tage nach dem Erdbeben und dem verheerenden Tsunami haben Rettungskräfte eine 70-jährige Frau lebend aus den Trümmern geborgen.

10.29 Uhr +++ Ein israelischer Atomexperte hat Japan vorgeworfen, die große Gefahr einer nuklearen Katastrophe zu verschleiern. “Die Japaner verheimlichen Tatsachen über das Atomunglück und den vermutlich sehr großen Schaden“, sagte der Chemieprofessor und ehemalige Abgeordnete Uzi Even der israelischen Zeitung “Maariv“ (Dienstagsausgabe).

9.49 Uhr +++ Kanzlerin Angela Merkel und die fünf Ministerpräsidenten der Bundesländer mit Atomkraftwerken nehmen um 11.30 Uhr im Berliner Kanzleramt Stellung zu ihrem Gespräch über die Zukunft der Atomkraft in Deutschland. Daran nehmen auch Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) und Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) teil.

9.34 Uhr +++ In drei Regionen um das stark beschädigte Atomkraftwerk Fukushima haben die Vorbereitungen auf die Evakuierung der Bevölkerung begonnen.

9.08 Uhr +++ Nach dem Austritt von Strahlung aus der japanischen Atomanlage Fukushima-Daiichi bereitet China die Evakuierung seiner Staatsbürger aus der Region vor.

9.01 Uhr +++ Die Kühlung in den Reaktoren 1 und 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 ist nach Angaben der japanischen Regierung stabil. Ob auch Kühlwasser in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

8.55 Uhr +++ Weitere Schäden im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1: Auch die Kühlung der Reaktoren 5 funktioniere offenbar nicht mehr einwandfrei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano.

8.52 Uhr +++ Im Reaktorblock 4 des Unglückskraftwerks Fukushima Eins brennt oder brannte nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ein Becken mit gebrauchtem Brennstoff. Radioaktivität entweiche von dort direkt in die Atmosphäre, teilten japanische Behörden der UN-Behörde am Dienstag mit.

8.46 Uhr +++ Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel wirft der schwarz-gelben Koalition eine unseriöse und unglaubwürdige Atompolitik vor.

8.23 Uhr +++ Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat die den Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima scharf kritisiert und verlangt, dass ihre Mitarbeiter nicht abgezogen werden.

8.01 Uhr +++ Mit dramatischen Kursverlusten hat Tokios Börse am Dienstag auf die neuen Hiobsbotschaften vom AKW Fukushima reagiert. Am zweiten Handelstag nach der Naturkatastrophe stürzte der Nikkei-Index für 225 führende Werte zweistellig ins Minus.

7.52 Uhr +++ Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) versicherte, dass es trotz der bevorstehenden Stilllegung von Atommeilern keinen Stromengpass in Deutschland geben wird. Allerdings könnten die Strompreise erneut steigen.

6.56 Uhr +++ Nach einer neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima ist die radioaktive Strahlung auch in der Nähe der japanischen Hauptstadt Tokio angestiegen.

6.28 Uhr +++ Mit dem Austritt von Strahlung nach einer Explosion im Reaktorblock 2 hat sich die Lage in der japanischen Atomanlage Fukushima-Daiichi am Dienstag dramatisch zugespitzt.

6.13 Uhr +++ Nach einer weiteren Explosion im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima ist der Luftraum über der Anlage gesperrt worden. Für einen 30-Kilometer-Radius über den Reaktoren gelte eine Flugverbotszone, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagmittag (Ortszeit) unter Berufung auf die Regierung.

5.46 Uhr +++ Nach dem Austritt von Strahlung aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi sind am Dienstag in der Hauptstadt Tokio leicht erhöhte Strahlenwerte gemessen worden. Die Menge sei äußerst gering, sagte ein Sprecher der Regierung, Takayuki Fujiki. Gesundheitliche Bedenken gebe es nicht.

5.40 Uhr +++ Das Einsatzteam des Technischen Hilfswerks (THW) beendet seinen Einsatz in Japan. Rund 100 Stunden nach dem Erdbeben gebe es praktisch keine Chance mehr, dass es in den Katastrophengebieten noch Überlebende gibt, sagte Teamleiter Ulf Langemeier.

4.25 Uhr +++ Der Brand im Reaktorblock 4 der Atomanlage Fukushima-Daiichi ist gelöscht worden. Das teilte die japanische Behörde für Atomsicherheit am Dienstag mit.

3.12 Uhr +++ Nach einer Explosion im Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ist Strahlung aus dem Reaktor ausgetreten. Das sagte der japanische Ministerpräsident Naoto Kan am Dienstag.

03.11 +++ Im Reaktor 4 im Atomkraftwerk Fukushima Eins ist es zu einem Brand gekommen. Das teilte der Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag mit.

1.51 Uhr +++ Bei der Explosion im Reaktorblock 2 des Atomkraftwerks Fukushima wurde nach einer Meldung der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo auch der Reaktorbehälter beschädigt.

1.20 Uhr +++ Der Betreiber Tepco habe am Atomkraftwerk Fukushima kurzzeitig eine Strahlung von 8217 Mikrosievert pro Stunde gemessen, berichtete die Agentur Kyodo. In Deutschland liegt die natürliche Strahlenbelastung nach Angaben des Bundesumweltministeriums in einem ganzen Jahr bei durchschnittlich 2400 Mikrosievert.

1.09 Uhr +++ Das dringend benötigte Kühlwasser an den Brennstäben im Reaktor 2 ist wieder gestiegen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco berichtete. 1,20 Meter und damit ein gutes Viertel der vier Meter langen Brennstäbe sei nun wieder mit Wasser bedeckt.

0.32 Uhr +++ Zum Zeitpunkt der Explosion herrschte nach Angaben von Meteorologen Nordwind. Dies würde bedeuten, dass radioaktive Teilchen nach Süden in Richtung Tokio gelangen könnten.

0.10 Uhr +++ Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima hat es erneut eine Explosion gegeben. An Reaktor 2 habe es am Dienstagmorgen (Ortszeit) Explosionsgeräusche gegeben, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Regierung.

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Die Atomkraftwerke in Deutschland und Europa

Rubriklistenbild: © ap

Das könnte Sie auch interessieren

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Tag der offenen Tür im Kindergarten Haendorf

Meistgelesene Artikel

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht

Gewaltige Explosion zerfetzt Polizeiwache 

Gewaltige Explosion zerfetzt Polizeiwache 

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Ex-Hurrikan „Ophelia“: Drei Todesopfer - Sturm zieht weiter nach Schottland

Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Kommentare