Leiche von mutmaßlichem IRA-Opfer nach 31 Jahren entdeckt

Dublin - Suchmannschaften haben die sterblichen Überreste eines mutmaßlichen Opfers der Irisch-Republikanischen Armee (IRA) in Nordirland gefunden. 16 Monate dauerte die Suche nach der Leiche von Gerard Evans.

Er soll vor 31 Jahren von der IRA entführt, hingerichtet und an einem unbekannten Ort verscharrt worden sein. Die Trupps durchkämmten Sumpfgebiet und Wälder im nordirischen Grenzgebiet, nachdem ein IRA-Mitglied im vergangenen Jahr der irischen Zeitung "Sunday Tribune" Einzelheiten über den Mord an dem damals 24-Jährigen geschildert hatte.

Die IRA tötete demnach den jungen Mann im März 1979 nach einem Tanzabend, weil er ein Polizeiinformant gewesen sein soll. Die IRA habe die Leiche aus Angst vor Evans weitverzweigter Familie versteckt. Die Suchtrupps haben seit Beginn ihrer Arbeit im Jahre 1999 bereits sechs von der IRA verscharrte Leichen gefunden. Die sterblichen Überreste von mindestens sieben weiteren mutmaßlichen Opfern der IRA wurden bislang nicht entdeckt.

dapd

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