"Alles ist bereit für seinen Transfer"

Krebspatient Ashya (5): Bald kommt er nach Prag

+
Die Eltern des todkranken Ashya (5).

London -  Der entgegen ärztlichen Rats von seinen Eltern aus einem englischen Krankenhaus geholte Krebspatient Ashya soll spätestens am Montag für eine Spezialbehandlung in Prag eintreffen.

 "Alles ist bereit für seinen Transfer", sagte der Anwalt der Familie, Juan Isidro Fernandez, am Samstag vor der Kinderklinik im spanischen Málaga, wo der fünfjährige Junge seit dem 30. August behandelt wird. Ein englischer Richter hatte die Verlegung zuvor genehmigt.

Unklar blieb zunächst, ob die Familie des Jungen das Angebot der Prager Spezialklinik annimmt, ihn mit einem Kleinflugzeug in Spanien abholen zu lassen - oder ob seine Eltern ihn mit einer Privatmaschine und medizinischer Betreuung in die tschechische Hauptstadt schicken. Eine Entscheidung darüber sei noch nicht gefallen, sagte der Anwalt. Unabhängig davon solle die Protonentherapie in Prag "so bald wie möglich" beginnen.

Die Eltern hatten Ashya nach einem Streit über die richtigen Behandlungsmethoden vergangene Woche eigenmächtig von England nach Spanien gebracht. Statt der bisher angewandten Strahlen- und Chemotherapie wollen sie eine Behandlung seines Hirntumors mit Protonen versuchen, die in Tschechien günstiger als etwa in den USA erhältlich ist.

Weil der im Rollstuhl sitzende und künstlich ernährte Junge nur mit medizinischer Hilfe überleben kann, hatten die Behörden eine internationale Fahndung eingeleitet. Die Eltern wurden schließlich gefasst und verbrachten mehrere Tage in einem spanischen Gefängnis, bis Großbritannien auf öffentlichen Druck hin die Entführungsvorwürfe zurücknahm. Beiden Eltern wurde im Zuge des Justiz-Dramas zeitweilig die Vormundschaft über ihr krankes Kind entzogen. Ein britischer Justizsprecher kündigte am Freitag jedoch an, dass die gerichtliche Vormundschaft über Ashya mit dessen Ankunft im Prager Krankenhaus ende.

Wie die Spezialklinik am Samstag mitteilte, will sie eigens für den Jungen ihr Aufnahmeverfahren beschleunigen, dass normalerweise zehn Tage dauert. Angesichts des Gesundheitszustands des Jungen solle nun schon am Montagmorgen eine Expertenrunde über Krankentransport- und Behandlungsfragen beraten.

afp

Puzzle-Action und Stress auf dem Bau

Puzzle-Action und Stress auf dem Bau

Kooperationsspiele im Aufwind

Kooperationsspiele im Aufwind

Gestörte Feier nach Wolfsburger Rettung in Braunschweig

Gestörte Feier nach Wolfsburger Rettung in Braunschweig

Von wegen untendrunter: Unterwäsche trägt man nun sichtbar

Von wegen untendrunter: Unterwäsche trägt man nun sichtbar

Meistgelesene Artikel

Der Junge auf der Kinderschokolade: So sexy sieht er heute aus

Der Junge auf der Kinderschokolade: So sexy sieht er heute aus

Lehrerin kürt Siebtklässlerin zur „Terroristen-Kandidatin“

Lehrerin kürt Siebtklässlerin zur „Terroristen-Kandidatin“

Kinderwunsch? Arzt half wohl mit seinem Sperma

Kinderwunsch? Arzt half wohl mit seinem Sperma

Drama in den Alpen: Erdrutsch schließt 17 Menschen in Schlucht ein

Drama in den Alpen: Erdrutsch schließt 17 Menschen in Schlucht ein

Kommentare