Krawalle in Tunis - Opferzahl steigt weiter

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Ruhe nach dem Sturm: Tunesier stehen nach Krawallen vor einer abgefackelten Bank.

Tunis - In Tunis ist es ungeachtet einer Ausgangssperre in mehreren Armenvierteln zu Krawallen gekommen. Die Stimmung war auch am Donnerstag weiterhin sehr angespannt. Jetzt sind die Opferzahlen gestiegen.

Die Zahl der Toten bei den blutigen Unruhen in Tunesien steigt weiter an. Mindestens sechs Menschen kamen bei gewaltsamen Ausschreitungen am Mittwoch nach Angaben von Augenzeugen ums Leben. Ein 25-Jähriger wurde im Zentrum der Hauptstadt Tunis von einer Kugel in den Kopf getroffen. Weitere Tote wurden aus Douz und Tataouine im Süden des Landes gemeldet.

In Tunis war die Lage nach Krawallen vom Vorabend äußerst angespannt. Am Donnerstvormittag sei es aber zunächst ruhig geblieben, berichteten Bewohner. In mehreren Armenvierteln war es am Abend trotz einer Ausgangsperre wieder zu Protesten gegen den Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali gekommen, der für die hohe Arbeitslosigkeit, für Korruption und Polizeigewalt verantwortlich gemacht wird.

Aus Douz wurde am Donnerstag von fünf Toten bei Protesten berichtet. Unter den Opfer ist nach französischen Medienberichten auch ein franko-tunesischer Universitätsdozent, der Urlaub in seiner Heimat machte. In Sidi Bouzid gingen rund 10 000 Menschen auf die Straßen und forderten den Rücktritt von Ben Ali.

dpa

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