Krater droht Häuser zu schlucken

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Plötzlich versankt der Bagger drei Meter tief. Nur noch das blaue Bohgestänge ist zu sehen.

Kamen - Nach Bohrungen an einem Neubau für eine Erdwärmepumpe ist am Donnerstagabend plötzlich ein Bagger drei Meter tief im Boden versunken. 42 Bewohner mussten aus ihren Häusern evakuiert werden.

An der Baustelle hatte sich ein trichterförmiges Loch mit einem Durchmesser von etwa zehn Metern und drei bis vier Metern Tiefe aufgetan, sagte ein Feuerwehrsprecher.

Ein Gerüst stürzte ein. An mehreren Gebäuden und im Boden bildeten sich meterlange Risse. Die Energieversorgung wurde abgeschaltet. Verletzt wurde niemand.

Krater in Kamen - Tagesbruch gefährdet Häuser

Krater in Kamen - mehrere Häuser evakuiert

Zwei Häuser seien einsturzgefährdet, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Morgen. 46 Bewohner mussten ihre Häuser verlassen. Noch in der Nacht waren die Gebäude in Bewegung: Es sei eine Neigung von zwei Zentimetern pro Stunde festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle. Am Morgen war die Lage nach Feuerwehrangaben stabil. Häuser im Radius von etwa 300 Metern um das Loch herum seien dennoch gefährdet.

Tagesbrüche sind im Ruhrgebiet nicht ungewöhnlich: Sie treten vor allem bei oberflächennahem Bergbau in südlichen Teilen des Gebiets auf, wenn alte, nicht verfüllte Bergwerkschächte und -stollen einstürzen.

dpa

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