Kongo will verurteilte Norweger nicht hinrichten

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Ein Gericht der Hauptstadt Kinshasa hatte die Männer verurteilt.

Oslo/Kinshasa - Die Behörden im Kongo wollen auf die Hinrichtung zweier zum Tode verurteilter Norweger verzichten. Die Urteile sollen “unter keinen Umständen“ vollstreckt werden.

Diese Versicherung erhielt der norwegische Außenminister Jonas Gahr Støre am Mittwoch telefonisch von seinem kongolesischem Kollegen Alexis Thambwe Mwamba.

Ein Gericht der Hauptstadt Kinshasa hatte am Vortag zwei Männer aus dem skandinavischen Land wegen Mordes an ihrem Fahrer sowie wegen Spionage zum Tode verurteilt. Außerdem wurden sowohl die Angeklagten wie auch der norwegische Staat zur Zahlung von 60 Millionen Dollar (41 Millionen Euro) Schadensersatz an den Kongo verurteilt.

Scharfer Protest

Gahr hatte sofort scharf gegen die Todesurteile protestiert und Garantien für das Leben der Verurteilten verlangt. Die beiden Norweger Tjostolv Moland (28) und Joshua French (27) waren für private Sicherheitsunternehmen im Kongo tätig. Bei einer Fahrt wurde ihr Chauffeur Abedi Kasongo erschossen.

Moland und French erklärten, dass der Mord durch Räuber bei einem bewaffneten Überfall verübt worden sei. Sie wiesen sich bei ihrer Festnahme nach missglückter Flucht als Angehörige des norwegischen Militärs aus.

dpa

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