Kommission erklärt: Das hat zur Ölpest geführt

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Vor einem halben Jahr explodierte im Gold von Mexiko eine Bohrplattform

Washington - Eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko macht mangelndes Sicherheitsbewusstsein der beteiligten Firmen für das Unglück mit verantwortlich.

“Das Problem ist eine Kultur, die Sicherheit nicht fördert, und diese Kultur hat versagt“, sagte Bob Graham, Co- Vorsitzender des von US-Präsident Barack Obama eingesetzten Gremiums, nach US-Medienberichten vom Dienstag.

Ölpest im Golf von Mexiko: Chronologie des Versagens

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Nach den Worten des anderen Vorsitzenden der Kommission, William Reilly, sind “BP, Halliburton und Transocean große, respektierte Unternehmen (...), die von Kopf bis Fuß eine Reform brauchen“. Man wisse, dass “eine Kultur der Sicherheit von der Spitze ausgehen und von dort das Unternehmen durchdringen muss“.

Erst am Vortag hatte das unabhängige Gremium den britischen Konzern BP in einem grundsätzlichen Punkt entlastet. Es gebe keine Hinweise darauf, dass der Ölriese bewusst größeren Wert auf Profit als auf Sicherheit gelegt habe, hieß es. Die Schuld für die Ölpest sei nicht allein bei BP zu suchen, sondern in der ganzen Branche.

Mehr als ein halbes Jahr nach der Explosion der Bohrplattform stellte die Kommission in öffentlichen Anhörungen die vorläufigen Ergebnisse ihrer Ermittlungen vor. BP war der Betreiber der am 20. April explodierten Ölplattform. Nach dem Unglück mit elf Toten waren innerhalb von drei Monaten insgesamt 780 Millionen Liter Öl ins Meer geflossen - die größte Umweltkatastrophe in der US-Geschichte.

Anfang Dezember will das Gremium den Untersuchungsbericht offiziell vorstellen. Nach Aussagen von Kommissionsmitgliedern decken sich die internen BP-Untersuchungen zu dem Unglück zu etwa 90 Prozent mit den Erkenntnissen des Gremiums.

dpa

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