Kloster Lorsch will Mönchen "ein Gesicht geben"

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Das Kloster Lorsch stellt ein anthropologisches Forschungsprojekt vor, bei dem nach Knochenfunden Gesichtsrekonstruktionen geplant sind. Foto: Uwe Anspach

Lorsch (dpa) - Forscher wollen mit neuester Technik ermittel, wie ein Mönch aus dem Mittelalter ausgesehen haben könnte. Das Unesco-Weltkulturerbe Kloster Lorsch stellt dazu einen oder mehrere Schädel und Knochen zur Verfügung.

"Memoria - den Vergessenen ein Gesicht geben" heißt das Projekt. "Wir prüfen, was in den Genen codiert ist", sagte Professor Ben Krause-Kyora von der Universität Kiel bei der Vorstellung am Mittwoch in Lorsch (Kreis Bergstraße).

Die Knochen sollen auch darauf untersucht werden, was gegessen wurde und welche Krankheiten es gab. Die Welterbestätte arbeitet dabei neben der Uni Kiel in den kommenden Jahren auch mit den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zusammen.

Das Kloster Lorsch steht seit 1991 auf der Unesco-Liste. Zur Weihe seiner Kirche war im Jahr 774 Karl der Große gekommen. Die Reformation bedeutete das Ende des Klosters. Die Anlage wurde dann im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) verwüstet. Im Laufe der Zeit wurden fast alle klösterlichen Gebäude abgebrochen.

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