Kirchlicher Missbrauch: Entschädigungsmodell vorgestellt

Wien - Für die Missbrauchsopfer in der katholischen Kirche in Österreich wurde nun ein Entschädigungsmodell vorgestellt. Die Betroffenen sehen darin allerdings eine “neuerliche Beleidigung".

Die von dem Wiener Kardinal Schönborn eingesetzte unabhängige Kommission zu den Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Österreich hat am Freitag ihr Modell für Entschädigungszahlungen vorgestellt. Dabei soll es nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA Abgeltungen von 5.000 Euro bei leichten Fällen und bis zu 25.000 Euro bei schweren Delikten geben. Die Kommission steht unter dem Vorsitz der früheren steierischen Landeshauptfrau (Ministerpräsidentin) Waltraud Klasnic.

Die Plattform “Betroffene Kirchlicher Gewalt“ lehnte die Entschädigungssummen ab und sieht APA zufolge stattdessen eine “neuerliche Beleidigung der Betroffenen“. Die angebotenen Summen seien zu niedrig.

dapd

Rubriklistenbild: © dpa

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