Polizei befreit Hunderte Kindersklaven

"Wir holten sie aus sehr tiefen Löchern"

+
In Burkina Faso arbeiteten bis zu 200.000 Kinder unter 15 Jahren in Goldminen.

Accra - Sie mussten auf Baumwollplantagen und in Bergwerken bis zur Erschöpfung schuften. Nun haben Polizisten im westafrikanischen Burkina Faso mehr als 400 Kindersklaven von ihrem Leid erlöst.

Wie die internationale Polizeibehörde Interpol mitteilte, wurden die Kinder bereits Ende Oktober gerettet. Interpol hatte die Befreiungsaktion geleitet. „Wir haben sie in Bergwerken gefunden und aus sehr tiefen Löchern geholt“, bestätigte Patience Quaye, eine hochrangige Polizeibeamtin im Nachbarstaat Ghana, am Freitag. 73 Verdächtige wurden festgenommen. Ihnen wird unter anderem Menschenhandel zur Last gelegt.

Die Kinder arbeiteten in den Bergwerken unter „extremen Bedingungen“, so Interpol. Sie wurden demnach gezwungen, in engen, bis zu 70 Meter tiefen Schächten Gold abzubauen. Lohn erhielten sie nicht. Die Behörden in Burkina Faso versuchen nun, ihre Familien zu finden, sagte Quaye. Einige der Kinder stammten aus dem Niger, fügte sie hinzu. Bei den meisten der Opfer handele es sich um Jungen, die jüngsten von ihnen sind nach Angaben von Interpol sechs Jahre alt. Mädchen wurden zudem auch Opfer sexuellen Missbrauchs.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

Herbstmarkt in der Syker Innenstadt

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

"Stolzer" Wagner bezwingt polternden Mourinho

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Regierungspartei gewinnt Wahl in Japan

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Einzelkritik: Pavlenka sicher, Bartels ganz schwach

Meistgelesene Artikel

Weitere Häuser in Kalifornien gehen in Flammen auf - schon 38 Tote

Weitere Häuser in Kalifornien gehen in Flammen auf - schon 38 Tote

Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Schiff vor den Philippinen gesunken - Passagiere trieben im Meer

Schiff vor den Philippinen gesunken - Passagiere trieben im Meer

Todesangst im Ferienflieger: Airbus sackt 6000 Meter ab

Todesangst im Ferienflieger: Airbus sackt 6000 Meter ab

Kommentare