Kinder vertauscht: Schmerzensgeld für Koreanerin

Seoul - Ein Krankenhaus in Südkorea ist zu einer Entschädigungszahlung verurteilt worden, weil es 1992 zwei Neugeborene vertauscht hat.

Die Klinik muss einem Paar, das 16 Jahre lang nicht seine eigene Tochter großzog, 70 Millionen Won (39.000 Euro) zahlen. Der Richter Kim Sung Soo vom zentralen Bezirksgericht in Seoul sagte am Montag, eine entsprechende Entscheidung habe er kürzlich getroffen.

Örtlichen Medienberichten zufolge bekam das Paar 1992 in dem Krankenhaus eine Tochter. Verdächtig kam den Eltern vor, dass die Blutgruppe des Kindes nicht zu ihrer eigenen passte. Ein DNA-Test bestätigte den Verdacht, im vergangenen Jahr räumte das Krankenhaus seinen Fehler ein.

Über die leibliche Tochter des Paars macht die Klinik unter Verweis auf die Privatsphäre der Betroffenen keine Angaben.

ap

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