Keine Spuren im Mordfall Estemirowa

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In Russland protestieren die Menschen gegen den Mord an der Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa.

Moskau - Eineinhalb Wochen nach dem Mord an der russischen Menschenrechtlerin Natalja Estemirowa haben die Ermittler weiter keine Spur von den Tätern.

“Wir haben einen Kreis von möglichen Verdächtigen, die nach unserer Ansicht Interesse an der Ausübung eines solchen Verbrechens hätten“, sagte der Chefermittler Alexander Bastrykin am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau.

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“Konkrete Festnahmen gibt es bislang aber nicht.“ Der von Menschenrechtlern verdächtigte moskautreue Präsident Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow, hat seine Unschuld beteuert. Estemirowa war am Morgen des 15. Juli in Tschetschenien entführt und Stunden später in der Nachbarrepublik Inguschetien ermordet aufgefunden worden. Angehörige des Opfers befürchten, dass wie schon nach früheren Morden an Bürgerrechtlern die Täter unbehelligt bleiben.

Im Fall der 2006 erschossenen Journalistin Anna Politkowskaja stehen zwar vier Verdächtige vor Gericht, die aber nach Einschätzung der Familie Politkowskajas allenfalls Handlanger der Tat waren. Der mutmaßliche Mörder ist nach Behördenangaben auf der Flucht. Ein halbes Jahr nach der Ermordung des Menschenrechtsanwalts Stanislaw Markelow und der Journalistin Anastassija Baburowa auf offener Straße im Moskauer Zentrum hat die Polizei keine Fahndungserfolge vorweisen können.

dpa

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