Keine Lebenszeichen an Absturzstelle im Atlantik

Paris - Zwei Tage nach dem Absturz des französischen Passagierflugzeugs im Atlantik sind bei einer ersten Untersuchung der Unglücksstelle keinerlei Lebenszeichen entdeckt worden.

Von den 228 Menschen an Bord der Air-France-Maschine fehle jede Spur, sagte der brasilianische Verteidigungsminister Nelson Jobim .

Weitere Wrackteile entdeckt

Die brasilianische Luftwaffe hat im Atlantik weitere Wrackteile des abgestürzten Air-France-Flugzeuges entdeckt. Darunter befinde sich auch ein Wrackteil mit einem Durchmesser von etwa sieben Metern, sagte Luftwaffensprecher Jorge Amaral am Mittwoch in Brasília. Zudem seien auf einer Strecke von 20 Kilometern Öl- und Kerosinspuren festgestellt worden. Verteidigungsminister Nelson Jobim hatte am Dienstag gesagt, es gebe keinen Zweifel, dass die Wrackteile zum Air-France-Airbus gehörten. Unterdessen erreichte ein erstes Schiff der brasilianischen Marine das Seegebiet um die Absturzstelle rund 1200 Kilometer nordöstlich der Festlandküste Brasiliens.

Als Ort der Trauer blieb am Mittwoch die Pariser Kathedrale Notre Dame, wo die Hinterbliebene am Nachmittag zu einer Trauerfeier eingeladen waren.

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Keine Probleme vor Airbus-Start erkennbar

Brasilien leitet die Suche nach dem Flugzeugwrack, während Frankreich die Untersuchung der Unglücksursache übernommen hat. Auf der Suche nach neuen Hinweisen überquerten Flugzeuge immer wieder das Seegebiet etwa 650 Kilometer nördlich der Inselgruppe Fernando de Noronha. Die Ankunft von Schiffen an der Absturzstelle verzögerte sich am Mittwoch wegen hoher See. Die ersten Taucher können daher erst am (morgigen) Donnerstag dort eintreffen, wie eine brasilianische Marinesprecherin mitteilte.

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Mit einem U-Boot soll versucht werden, die Black Box mit den Flugdaten zu bergen. Das Gerät ist mit einem Peilsender ausgestattet, der bei Kontakt mit Wasser automatisch aktiviert wird und rund 30 Tage lang sendet. Wegen der großen Wassertiefe bis 7.000 Meter sei er nicht optimistisch, dass die Black Box gefunden werden könne, sagte der Leiter der Untersuchungsbehörde, Paul-Louis Arslanian, am Mittwoch in Paris .

Orangefarbene Rettungsweste auf dem Meer

Vor dem Start des Air-France-Flugs 447 habe es laut Wartungsunterlagen keinerlei Hinweise auf irgendwelche Probleme gegeben, erklärte Arslanian.

Bislang sei noch unklar, ob der Pilot oder einer der Copiloten zum Unglückszeitpunkt das Flugzeug geführt habe. “Wir kennen noch nicht mal den genauen Unglückszeitpunkt.“ Ebenso unklar sind bislang die Unglücksursache und die Frage, ob das Flugzeug in der Luft auseinanderbrach oder erst beim Aufprall auf die Meeresoberfläche. Die Ermittler gehen bislang von einer Verkettung unglücklicher Umstände aus, zu denen auch ein heftiges Gewitter gehörte.

Erste Wrackteile wurden am Dienstag von brasilianischen Piloten gesichtet. In einem fünf Kilometer langen Streifen entdeckten sie einen Flugzeugsitz, eine orangefarbene Rettungsweste, verschiedene weiße Trümmerteile und einen Ölteppich. Prazuck sagte, französische Piloten hätten dies überprüft und bestätigt, dass alle Hinweise darauf hindeuteten, dass es sich um Überreste der Airbus-Maschine handle.

Das Flugzeug verschwand am Montag auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris. An Bord waren 228 Menschen, darunter 26 Deutsche.

AP/dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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