Mexiko ermittelt gegen Schauspielerin

Hat Kate del Castillo für Drogenboss "El Chapo" Geld gewaschen?

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Gegen Telenovela-Darstellerin Kate del Castillo wird wegen Geldwäsche ermittelt.

Mexiko-Stadt - Es geht um Tequila und viel Geld: Die mexikanische Generalstaatsanwaltschaft untersucht die Beziehung zwischen Schauspielerin Kate del Castillo und Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán.

Die Behörde ermittelt wegen Geldwäsche gegen die Telenovela-Darstellerin. Es gebe Hinweise, dass der Chef des Sinaloa-Kartells in die Tequilafirma der 43-Jährigen investiert habe, sagte Generalstaatsanwältin Arely Gómez in einem am Dienstag veröffentlichten Interview der Zeitung „El Universal“.

Die in den USA wohnhafte Schauspielerin wurde vorgeladen. Sie könne ihre Zeugenaussage aber auch im mexikanischen Konsulat in Los Angeles machen, sagte Gómez. Sollte sie der Aufforderung nicht nachkommen, müssten die Ermittler über weitere Schritte nachdenken.

Drogen-Boss Joaquín „El Chapo“ Guzmán.

Del Castillo und der US-Schauspieler Sean Penn hatten „El Chapo“ im vergangenen Oktober für ein Interview der Zeitschrift „Rolling Stone“ getroffen, als der Chef des Sinaloa-Kartells nach seinem Ausbruch aus einem Hochsicherheitsgefängnis auf der Flucht war. Gegen Penn werde nicht ermittelt, sagte Staatsanwältin Gómez.

Vor eineinhalb Wochen wurde der mächtigste Drogenhändler der Welt festgenommen. Nach Angaben der Ermittler brachte der Kontakt zwischen Del Castillo, Penn und Guzmán die Sicherheitskräfte auf die Spur des flüchtigen Drogenbosses.

SMS-Nachricht: "Wir sind im Geschäft“

„El Universal“ veröffentlichte am Montag eine Reihe von Textnachrichten zwischen Del Castillo und Guzmáns Anwalt, in der es über eine mögliche Beteiligung des Drogenbosses an der Tequilafirma der Schauspielerin geht. „Wir sind im Geschäft“ und „Das machen wir zusammen“, heißt es in den Mitteilungen.

Die Tequila-Marken Honor und Honor Del Castillo sind im US-Bundesstaat Delaware registriert. Der Bundesstaat gilt als Steueroase und ermöglicht es Geschäftsleuten, weitgehend anonym Unternehmen zu gründen.

Sollte tatsächlich Geld geflossen sein, könnte Del Castillo, die auch die US-Staatsbürgerschaft besitzt, in den Vereinigten Staaten Probleme bekommen. Weil „El Chapo“ auf der schwarzen Liste des Finanzministeriums steht, ist es Amerikanern untersagt, mit ihm Geschäfte zu machen.

dpa

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