Katastrophen-Serie in den Alpen

Kurze Hosen und Turnschuhe - Bergsteiger tot

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Die tödliche Unfallserie in den Alpen (wie hier am Montblanc) reißt nicht ab.

Bozen - Ein denkbar schlecht ausgerüsteter Bergsteiger ist beim Abstieg in den Alpen ums Leben gekommen. Er ist nicht der einzige, der am vergangenen Wochenende in dem Gebirge starb.

Der 50 Jahre alte Bergsteiger, der offenbar aus Österreich stammte, war nur mit kurzen Hosen und Turnschuhen auf dem Berg unterwegs, wie das Portal „Südtirol Online“ am Montag berichtete. Er hatte sich beim Abstieg vom Gipfel der knapp 3500 Meter hohen Dreiherrenspitze in schwierigem Gelände verlaufen und am Sonntag telefonisch Alarm geschlagen.

Die Rettungskräfte konnten den Mann, der allein unterwegs war, in der Nacht ausfindig machen. Er starb aber kurz darauf, vermutlich an Unterkühlung. An der Dreiherrenspitze verläuft die Grenze zwischen Österreich und Italien.

Wieder drei Tote im Montblanc-Massiv

Die Serie tödlicher Unglücke in den Alpen reißt nicht ab: In Frankreich und in Österreich kamen am Wochenende erneut sieben Menschen in den Bergen ums Leben. Drei Bergsteiger stürzten am Mont-Blanc-Massiv in den französischen Alpen mehr als 800 Meter in die Tiefe, wie die Behörden am Montag mitteilten. In Österreich starben zwei Wanderer, in Frankreich zudem zwei Base-Jumper.

Die drei Bergsteiger in den französischen Alpen - ein Führer sowie zwei Kunden aus der Region Paris - wurden seit Samstag vermisst. Ihre Leichen wurden am Sonntag am Fuße der Nordseite des 3842 Meter hohen l'Aiguille du Midi gefunden, wie Präfektur und Bergpolizei mitteilten. Die Opfer seien schon am Freitag abgestürzt, womöglich nachdem ein Schneeüberhang unter ihren Füßen nachgegeben habe.

Erst am vergangenen Dienstag waren sechs Bergsteiger einer Seilschaft, darunter ihr Führer, am Mont-Blanc-Massiv in den Tod gestürzt, als sie den 3900 Meter hohen Aiguille d'Argentière besteigen wollten. Mit dem neuerlichen Drama erhöht sich die Zahl der Todesopfer am Mont-Blanc-Massiv seit Beginn der Sommersaison auf 20.

Zwei Berg-Wanderer sterben in Österreich 

In Tirol kamen nach einem Bericht der österreichischen Nachrichtenagentur APA zwei Wanderer am Sonntag in den Bergen ums Leben. Bei Innsbruck stürzte demnach ein 64-jähriger Einheimischer rund 150 bis 200 Meter ab. Der Mann, der allein unterwegs war, wurde nach einer Vermisstenmeldung seiner Frau auf 1340 Metern Höhe im Gebiet Achselkopf gefunden.

Zudem starb eine Frau in Oberau im Bezirk Kufstein, als sie beim Pilzesammeln mit ihrem Mann stürzte und sich dabei schwer verletzte. Die herbeigerufenen Rettungskräfte konnten laut APA nichts mehr tun: Die 62-Jährige starb noch an der Unfallstelle.

afp/dpa

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