Kanada: Haus versinkt in Erdloch - Familie wohl tot

Saint-Jude/Kanada - In Kanada ist das Haus einer Familie in einem riesigen Krater versunken. Vier Menschen, darunter zwei Kinder, werden vermisst. Die Überlebenschancen sind gering.

Die Polizei geht davon aus, dass das Ehepaar und ihre beiden Kinder bei dem Unglück am Montagabend (Ortszeit) in dem Holzhaus waren. Lebenszeichen gebe es nicht, die Retter kämen aber auch nicht an das Innere des Hauses heran. Nach Angaben kanadischer Medien hatte sich durch einen Erdrutsch ein fast 500 Meter langer Spalt geöffnet, in den das Haus rutschte und von Erdmassen zum Teil verschüttet und zerstört wurde. Nur das Dach ist auf Fernsehbildern noch zu sehen.

Auch am Tag nach dem Unglück hatte die Polizei nicht zu der Familie durchdringen können. “Der Mann ist Elektriker und hat sein Mobiltelefon immer an seinem Gürtel“, sagte eine Reporterin des Fernsehsenders CTV. Die Polizei habe ihn angerufen und sogar das Klingeln in den Trümmern gehört, es habe aber niemand geantwortet. Das eine Kind soll zehn Jahre alt sein, das andere ein Oberschüler. Wie es zu dem Unglück kommen konnte, war zunächst aber unklar.

Das Haus in Saint-Jude in der östlichen Provinz Quebec steht in der Nähe des Yamaska-Flusses, etwa eine Autostunde nordöstlich von Montreal. Fünf Häuser wurden evakuiert, doch das eine Haus war schon von den Erdmassen verschüttet und zum Teil zerstört. Die Retter versuchten über Stunden, an das Innere des Hauses heranzukommen. Der unsichere Untergrund ließ jedoch kaum den Einsatz schwerer Technik zu. Die Helfer klammerten sich noch an die Hoffnung, dass die Familie vielleicht nicht zu Hause war. Das klingelnde Mobiltelefon spräche aber dagegen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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