Kalifornischer "Klepto-Kater" klaut Krimskrams

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Katzen kommen auf leisen Pfoten daher.

San Mateo - Nur wenige Diebe schleichen sich so leise an. In Kalifornien gibt es einen Kater, der bekannt ist für seine nächtlichen Beutezüge. Der diebische Dusty nimmt alles mit, was nicht niet- und nagelfest ist.

So eine “Raub“-Katze gibt es wohl nur einmal: Jede Nacht schleicht Dusty auf leisen Pfoten durch die Nachbarschaft und schleppt ab, was er tragen kann. Den Spitznamen “Klepto-Kitty“ hat sich der Kater im kalifornischen San Mateo redlich verdient. Frauchen führt akribisch Buch. Mehr als 600 Gegenstände hat die Zahnärztin Jean Chu in vier Taschenkalendern aufgelistet. Dustys Diebesrekord in einer Nacht: “vier Handtücher, vier Socken, eine Plastiktüte, ein Topflappen und ein gelber Handschuh“, zählt die 57-Jährige auf.

Das war am 20. Juli 2009. “Wenn das Wetter warm ist, schleppt er am meisten an“, sagt Frauchen. Als Dustys “Mittäter“ bewahren Jean und ihr Mann Jim Coleman das Diebesgut in ihrem Haus auf. Die vier großen Pappkartons im Esszimmer sind nicht zu übersehen.

Eine wahre Fundgrube: Stofftiere, T-Shirts, Socken, Unterhosen, jede Menge Handtücher, ein knallgrüner Skihandschuh und ein bunter Frisbee. Zu Dustys schwerster Beute zählen ein Baseballhandschuh und Surfschuhe aus Neopren. Sein teuerster Fang: ein gefütterter Büstenhalter. Dabei wurde er prompt auf frischer Tat ertappt.

Hätten Sie es gewusst? So alt werden Tiere

Ameisen werden bis zu sieben Jahre alt. © dpa
Bären werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Eintagsfliegen werden nur einen Tag alt. © dpa
Elefanten werden bis zu 85 Jahre alt. © dpa
Enten werden bis zu 22 Jahre alt. © dpa
Füchse werden bis zu 15 Jahre alt © dpa
Hirsche werden bis zu 35 Jahre alt. © dpa
Hunde werden bis zu 15 Jahre alt. © dpa
Kakadus werden bis zu 100 Jahre alt © dpa
Kanarienvögel werden bis zu 22 Jahre alt. © dpa
Karpfen werden bis zu 120 Jahre alt. © dpa
Katzen werden bis zu 15 Jahre alt © dpa
Kröten werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Krokodile werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Löwen werden bis zu 35 Jahre alt © dpa
Maikäfer werden bis zu sechs Wochen alt. © dpa
Mäuse werden bis zu drei Jahre alt. © dpa
Nashörner werden bis zu 50 Jahre alt. © dpa
Pferde werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Regenwürmer werden bis zu zehn Jahre alt. © dpa
Riesenschildkröten werden bis zu 180 Jahre alt. © dpa
Schimpansen werden bis zu 40 Jahre alt. © dpa
Manche Schmetterlinge werden nur einen Tag alt. © dpa
Steinadler werden bis zu 100 Jahre alt. © dpa
Uhus werden bis zu 70 Jahre alt. © dpa
Wale werden bis zu 120 Jahre alt. © dpa
Wespen werden bis zu einem Jahr alt. © dpa
Wildgänse werden bis zu 80 Jahre alt. © dpa

Die Tier-Sendung “Animal Planet“ lauerte Dusty mit einer Infrarotkamera auf. Zwei Wochen lang wurde der Hauseingang überwacht, wo der Kater gewöhnlich seine Beute ablegt. Auf dem Video ist es schwarz auf weiß zu sehen: breitbeinig müht sich Dusty bei einem seiner nächtlichen Streifzüge mit einem Handtuch im Maul ab. Handschuh, Schwamm und BH sind dagegen leichte Beute.

“Ich selbst habe ihn nur einmal mit einem Handschuh im Maul erwischt“, meint Jean. “Aber ein Nachbar hat gesehen, wie sich Dusty rückwärts laufend mit einem Handtuch abquälte.“

Dusty hat Glück, dass er ein Kater ist. Statt Knast oder Therapie gibt es für “Klepto-Kitty“ Fanpost und Fernsehauftritte. Für die Talkshow von David Letterman flog er eigens nach New York. Er hat seine eigene Facebook-Seite, auf der Jean die Beutezüge mit Fotos dokumentiert. Bei so viel Nachtarbeit ist es kein Wunder, dass der behäbige Kater tagsüber faul rumhängt. “Ganz selten spielt er mit den Sachen, es kommt ihm wohl nur aufs Sammeln an“, vermutet Frauchen.

Als Katzenbaby wurde Dusty 2006 von der Familie adoptiert. Anfangs schöpfte niemand Verdacht, dass der braun-schwarze Kater mit den weißen Pfoten die Nachbarschaft unsicher machte. “Ich wunderte mich nur, warum jemand Socken und Unterhosen vor unsere Haustür warf“, erinnert sich Jim. Erst als Dusty einen Gummi-Handschuh im Schlafzimmer ablegte, wurde das Ehepaar aufmerksam. Inzwischen weiß das ganze Wohnviertel Bescheid.

Die schrägsten Tiere der Welt

Opossum
Das schielende Opossum (Didelphis) Heidi im Zoo Leipzig. Das Tier hat einen Sehfehler. © dapd
Zu viel Winterspeck? Ein Katta im Hamburger Tierpark macht den Test. © ap
Dieser chinesischen Schopfhund ist 2007 zum hässlichsten Hund der Welt gewählt worden. Er wird nur bis zu 33 Zentimeter groß und ist in dieser Variante haarlos. © AP
Huch? Ist ein Storch nicht eigentlich weiß? In Briesen (Brandenburg) wurde dieser blaue Storch gesichtet. © dpa
Mit seiner großen gurkenförmigen Nase gehört der Nasenaffe nicht zu den gängigen Naturschönheiten. Er lebt nur auf der indonesischen Insel Borneo, immer nah am Wasser und in Mangrovenwäldern. © dpa
Diese Königskrabbe kann bis zu 15 Kilogramm schwer werden und erreicht eine Spannweite von bis zu zwei Metern. Sie ist auch als "Kamtschatka Riesenkrabbe" bekannt. Sie stammt aus dem nördlichen Pazifik vor Japan und Alaska. © AP
Diese japanische Riesenkrabbe spielt mit einem Mini-WM-Ball. Sie ist die größte lebende Krebsart. Ihre Spannweite beträgt knapp vier Meter. © dpa
Zwei Sphinx-Katzen. Sie sind eine kanadische Katzenart. Auf den ersten Blick ist die Sphinx-Katze haarlos, doch bei näherer Betrachtung ist ein zarter Flaum zu erkennen. Sie ist sehr intelligent und ihre Haut bräunt im Sommer ebenso wie die des Menschen. © AP
Die Sphinx-Katzen Hale-Bopp (links) und Beanie Baby ruhen sich bei einer Tiershow aus. © AP
Es gibt den reinrassige chinesische Schopfhund auch in der Variante „Powder Puff“ mit ganz feinem Fell. Auch dieses Exemplar wurde ebenfalls beim World's Ugliest Dog Contest in Petaluma, Kalifornien, 2007 gesehen. © AP
Dieser chinesische Schopfhund besitzt nur ein Auge und drei Pfoten. Der arme Kerl gewann 2008 den Titel des hässlichsten Hundes der Welt. Chinesische Schopfhunde gelten als verspielt, aufgeweckt und gefühlvoll. © AP
Miss Ellie ist 15 Jahre alt und blind. Beste Voraussetzungen für die reinrassige chinesische Schopfhündin, den begehrten Titel des hässlichsten Hundes der Welt abzuräumen. © AP
Der mexikanische Schwanzlurch hat eine besondere Fähigkeit: Er kann verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. In ihrer Heimat gehören Axolotl zu den vom Aussterben bedrohten Tierarten. © dpa
Bei uns werden Axolotl für die Wissenschaft genutzt. An ihnen wird das Wachsen von Zellen aus dem Embionalstadium beobachtet. Die Tiere wachsen ein Leben lang, im Alter allerdings immer langsamer. © dpa
„Astaroth“ ist ein Aye-Aye-Männchen. Das Fingertier verfügt über bis zu acht Zentimeter lange Finger mit denen es sich sein Essen angelt. Fingertiere leben nur noch auf Madagaskar. © dpa
„Sam“ war drei Jahre in Folge der hässlichste Hund der Welt. Der chinesische Schopfhund wurde inzwischen eingeschläfert, seine Website gibt es aber immer noch. © dpa
Der Nacktmull lebt in Halbwüsten in Äthiopien, Kenia und Somalia und ist ein Sandgräber. Er lebt in von Weibchen geleiteten großen Kolonien. © dpa
Der Nacktmull (hier im Dresdener Zoo) gilt als das sozialste Tier der Welt, hat aber ein echtes Imageproblem wegen seines Aussehens. © dpa
Der Seeteufel (vorne) oder auch Lotte genannt lebt im nordöstlichen Atlantik und ist wegen seines weißen und festen Fleisches beliebt. Im Hintergrund ein Felsenbarsch. © dpa
Der Sternmull ist eine Maulwurfart und hat rund um seine Schnauze 22 fingerförmige Hautanhänge. Er lebt an Land, jagt aber auch im Wasser. Um seine Beute aufzuspüren, bläht er Luftblasen auf, saugt sie sofort wieder ein und nimmt so die Duftstoffe der Beute war. Dann weiß er, wohin er schwimmen muss. © Ken Catania/Nature/dpa
Dieser Kater heißt Frank bzw. Louie. Je nachdem von welcher Seite man ihm ins Gesicht schaut. Er lebt in Worcester im Bundestaat Massachusetts. © 

Als der Bikini von Nachbarin Kelly McLellan spurlos verschwand, ahnte sie gleich, wer der Täter war. “Dusty hat seinen Ruf weg!“, bestätigt Nachbarin Marsha Mekisich. “Wir lassen nichts mehr lose rumliegen“, fügt sie grinsend hinzu.

Die Zahl der wertvollen Fundsachen, die Jean ihren Nachbarn zurückgibt, ist in den letzten Monaten allerdings stark geschrumpft. Aus Mangel an besserer Beute muss sich Dusty nun häufig mit Plastiktüten und alten Lappen begnügen. “Vielleicht sollten wir ihm etwas Nettes hinlegen, am besten mit unserer Adresse drauf“, sagt Mekisich.

Bestrafung muss Dusty nicht fürchten, auch nicht, wenn gelegentlich eine tote Maus dabei ist. Es sei doch ein ganz natürlicher Katzeninstinkt, Beute anzuschleppen, meint Jean. Doch sie gibt bereitwillig zu: “Bei Dusty ist es allerdings zwanghaft und ein bisschen extrem.“

dpa

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