Waffen-Imitate als Mitbringsel

Kalaschnikow öffnet Souvenirshop an Moskauer Flughafen

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Michail Kalaschnikow.

Moskau - Auf dem Weg zum Flieger noch schnell ein nachgebautes Sturmgewehr kaufen? In Moskau ist das jetzt kein Problem mehr. Sicherheitsbedenken hat man offensichtlich nicht.

Der russische Waffenhersteller Kalaschnikow hat am größten Hauptstadt-Flughafen Scheremetjewo seinen ersten Souvenirladen mit Attrappen eröffnet. „Kalaschnikow ist eine der bekanntesten Marken, die den meisten Menschen in den Sinn kommen, wenn sie an Russland denken“, teilte Marketingdirektor Wladimir Dmitrijew mit. Nun könne sich jeder ein Kalaschnikow-Andenken aus Russland mitnehmen.

Auf 58 Quadratmetern will sich der Hersteller der weltweit verbreiteten AK-47-Sturmgewehre ein modernes Image geben. Die bewusst schlichte und helle Aufmachung des Ladens erinnert in einem Videoclip von der Eröffnung an das Design der Geschäfte beliebter westlicher Computer- und Elektronikhersteller. Neben martialisch wirkenden - aber ungefährlichen - Nachbildungen echter Schusswaffen bietet Kalaschnikow den Reisenden auch modisch designte Tarnkleidung und Accessoires wie Uhren und Taschen an. 

Die Imitate von Waffen würden für alle Kunden "im Erwachsenenalter" bereitgehalten. "Es sind Nachahmungen, es gibt also keine Sicherheitsprobleme", sagt Marketing-Direktor Wladimir Dmitrijew dem "Spiegel" zufolge.

Mit dem Flughafen-Shop und einem zugleich eröffneten Internethandel versucht Kalaschnikow, sein Geschäft einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Der mehrheitlich vom Staat kontrollierte Konzern hatte zuletzt auch russlandweit neue Läden eröffnet.

Flughafen-Betreiber "irritiert" die Geschäftsidee

Für den Waffenbesitz gelten in Russland sehr strenge Regelungen. Auch die Sicherheitsvorkehrungen an Flughäfen in Russland sind streng. Im Januar 2011 waren bei einem Selbstmordanschlag am Domodedowo-Flughafen 37 Menschen getötet worden.

Die Betreibergesellschaft des Scheremetjewo-Flughafens zeigte sich am Freitag dennoch irritiert über die Geschäftsidee. Die Entwicklung werde aufmerksam verfolgt, sagte Sprecherin Anna Sacharowa. Falls sich "wiederholt Konflikte" ergäben, werde den Geschäftspartnern eine "Empfehlung zum Verkaufsangebot" zugehen.

dpa/afp

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