El Kaida droht mit neuen Anschlägen

+
Internet-Screenshot: Al Kaida hat sich zu dem versuchten Anschlag durch Umar Farouk Abdul Mutallab (Foto) auf ein US-Flugzeug bekannt.

Washington - Neue Gewaltdrohungen von El Kaida gegen US-Ziele: In dem Bekennerschreiben des Terrornetzes zum vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit kündigte die Organisation von Osama bin Laden weitere Anschläge an.

“Ihr werdet bekommen, was ihr fürchtet“, heißt es in der Internet-Botschaft, die amerikanische Anti-Terror- Ermittler nach US-Medienberichten vom Dienstag für glaubwürdig halten. US-Präsident Barack Obama unterstrich derweil seine Entschlossenheit, internationale Terrorgruppen ungeachtet ihres Aufenthaltsorts ohne Zögern zerschlagen zu wollen.

Lesen Sie auch:

Experten: "Nacktscanner bieten besseren Schutz"

Widerstand gegen Nacktscanner bröckelt

US-Präsident Obama droht Terrorgruppen

Al Kaida bekennt sich zu versuchtem Anschlag auf US-Flugzeug

"Wir werden Euch mit Dingen treffen, von denen ihr nichts wisst, weil ihr tötet und deshalb getötet werdet. Unsere Rache ist nahe“, zitierte das auf Terrorismus spezialisierte IntelCenter in Alexandria bei Washington aus der am Montag veröffentlichten Mitteilung. Selbstmordattentäter stünden bereit. Der Botschaft des im Jemen ansässige Regionalzweiges der Organisation “El Kaida auf der arabischen Halbinsel“ war ein Foto des 23 Jahre alten, aus Nigeria stammenden Attentäters Umar Farouk Abdulmutallab beigefügt.

El Kaida habe mit dem Bombenanschlag auf “ungerechte amerikanische Aggression auf der arabischen Halbinsel“ reagieren wollen, hieß es weiter. Die Gruppe wirft den US-Streitkräften vor, von Schiffen im Golf von Aden aus Raketen auf den Jemen abgeschossen zu haben. In dem Schreiben vom 26. Dezember wird Abdulmutallab als “Bruder“ und “Märtyrer“ gelobt, der “mutig alle modernen und ausgeklügelten Technologien in Flughäfen in der ganzen Welt passiert“ habe. Es habe nur an einem “technischen Fehler“ gelegen, dass das Sprengsatz nicht explodierte, lautet der Text weiter.

Nach Angaben der jemenitischen Regierung hielt sich Abdulmutallab bis Anfang dieses Monats in dem arabischen Land zu Sprachstudien auf, die er im August begonnen hatte. US-Medien zufolge wurde der Sprengsatz von einem Top-Bombenbauer von El Kaida im Jemen gebaut. Der 23-Jährige sei auch dort für die Selbstmordmission trainiert worden, berichtete der Sender ABC. Die “Washington Post“ schrieb, der versuchte Anschlag sei möglicherweise eine der ernstesten Terrorgefahren für die USA seit dem 11. September 2001 gewesen.

In seinen ersten öffentlichen Äußerungen seit dem versuchten Anschlag drohte Obama internationalen Terrorgruppen und versprach eine umfassende Aufklärung. Seine Regierung werde nicht ruhen, bis alle an den Plänen Beteiligten zur Verantwortung gezogen seien, sagte er am Montag in seinem Urlaubsort auf Hawaii. Die USA würden “jedes Element unserer Macht als Nation“ nutzen, um Extremisten zurückzuschlagen, die die USA bedrohen - “ob sie aus Afghanistan oder Pakistan, dem Jemen oder Somalia sind, oder von wo auch immer sie Attacken auf US-Boden planen“.

Der Präsident ordnete an, sowohl die bisherige Handhabung von Listen mit verdächtigen Personen wie auch die allgemeinen Sicherheitsvorkehrungen im Luftverkehr grundlegend zu überprüfen. US- Heimatschutzministerin Janet Napolitano hatte eingeräumt, dass das Sicherheitssystem im Luftverkehr versagt habe. “Unser System hat in diesem Fall nicht funktioniert.“

Abdulmutallab soll am 8. Januar im US-Staat Michigan vor Gericht erscheinen. Der Attentäter hatte am ersten Weihnachtstag Sprengstoff an Bord eines mit fast 300 Menschen besetzten Airbus der US- Gesellschaft Delta geschmuggelt und vor der Landung in Detroit zünden wollen. Eine Katastrophe wurde vor allem durch das Eingreifen von Passagieren verhindert, aber auch, weil der Zünder versagte.

Bei dem Sprengstoff soll es sich um 80 Gramm des hochexplosiven PETN handeln, das laut US-Medien in die Unterwäsche des Nigerianers eingenäht gewesen sein soll. Abdulmutallabs Name stand zwar auf einer allgemeinen Beobachtungsliste, nicht aber in einem enger gefassten Verzeichnis terrorverdächtiger Personen.

53. Sixdays in Bremen - der Montag  

53. Sixdays in Bremen - der Montag  

Strick, Flausch, Promis - Berliner Fashion Week startet

Strick, Flausch, Promis - Berliner Fashion Week startet

Was ist denn neu beim BMW 4er?

Was ist denn neu beim BMW 4er?

Frachter prallt gegen Brücke - Schiffsführer tot

Frachter prallt gegen Brücke - Schiffsführer tot

Meistgelesene Artikel

Affe beim Sex mit Hirschkuh ertappt

Affe beim Sex mit Hirschkuh ertappt

Intimrasur im Schaufenster: Sie nimmt Amts-Anordnung wörtlich

Intimrasur im Schaufenster: Sie nimmt Amts-Anordnung wörtlich

Sturmfluten im Norden, Glätte im Süden

Sturmfluten im Norden, Glätte im Süden

Deutscher Segler im Atlantik tot aufgefunden

Deutscher Segler im Atlantik tot aufgefunden

Kommentare