Kaczynski: Termin für Beisetzung offen

Warschau  - Nach dem Flugzeugunglück von Smolensk sind noch nicht alle Leichen indentifiziert. Erst wenn alle Opfer in ihre Heimat überführt worden sind, soll auch Präsident Kaczynski beerdigt werden.

Ganz Polen verharrt in tiefer Trauer um den tödlich verunglückten Präsidenten Lech Kaczynski. Bereits am Montagmorgen versammelten sich wieder zahlreiche Menschen vor dem Präsidentenpalast, sie legten Blumen nieder und zündeten Kerzen an. Schon in der Nacht waren Abertausende dorthin gezogen, vor den ausliegenden Kondolenzbüchern bildeten sich lange Schlangen, überall hingen weiß-rote Nationalflaggen.

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes

Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Auch Angela Merkel trägt sich in das Kondolenzbuch für die Opfer des Flugzeugabsturzes ein. © dpa
Angela Merkel und ihr Mann Joachim Sauer. © dpa
Das hat Merkel in das Kondolenzbuch geschrieben. © dpa
Trauer auch in Berlin. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Schweigeminuten für die Opfer. Eine ganze Nation hält inne. © dpa
Schweigeminuten für die Opfer. Eine ganze Nation hält inne. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Das Präsidentenpaar Lech Kaczynski und seine Frau Maria. © dpa
Hier wird der Leichnam des polnischen Präsidenten von Russland in die Heimat transportiert. © dpa
Russlands Präsident Vladimir Putin nimmt Abschied und legt Blumen auf den Sarg Kaczynskis. © dpa
Putin nimmt Abschied. © dpa
Militärische Ehren für den toten Präsidenten. © dpa
Trauer auch in der russsichen Führungselite. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Kardinal Stanilsaw Dziwisz hält einen Trauergottesdienst. © dpa
Gedenken an die Opfer. © dpa
Der frühere polnische Präsident Lech Walesa zeigt sich schwer getroffen. © dpa
Fassungslosigkeit und tiefe Trauer bei Walesa und Millionen Polen. © dpa
Lech Walesa trägt sich in das Kondolenzbuch ein. © dpa
Blumen vor dem Polnischen Parlament in Warschau. © dpa
Trauer auch an einer polnischen Kirche in Paris. © dpa
Blumen und Kerzen an der polnischen Kirche in Paris. © dpa
Gedenken am Brandenburger Tor in Berlin. © dpa
Anteilnahme auf dem Pariser Platz in Berlin. © dpa
Polen: Trauer um Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa
Polen Trauer
Polen: Trauer um die Opfer des Flugzeugabsturzes vom 10. April in Russland. © ap/dpa

Ein Sprecher der Präsidialkanzlei teilte mit, die sterblichen Überreste des Präsidenten sollten erst beigesetzt werden, wenn alle Opfer der Flugzeugkatastrophe von Smolensk wieder in ihre Heimat übergeführt worden sind. Bislang sind erst 24 der 96 Opfer identifiziert. Bei der Identifikation der anderen müssten aufgrund der schrecklichen Verletzungen DNA-Analysen helfen.

Leiche von Maria Kaczynski noch nicht identifiziert

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Zu den noch nicht identifizierten Opfer gehört auch die Ehefrau Kaczynskis, Maria. Weiter teilte der Sprecher der Präsidialkanzlei mit, dass der Sarg des Verstorbenen, der am Dienstag für die Öffentlichkeit im Präsidentenpalast aufgebahrt werden soll, bis zum Tag des Begräbnisses zugänglich bleiben werde. Die Familie will, dass Lech Kaczynski zusammen mit seiner Frau beigesetzt wird. Der Staatsakt für alle Opfer der Katastrophe werde für Samstag (17. April) geplant.

Der frühere polnische Präsident Lech Walesa kritisierte, dass derart viele wichtige Politiker, Militärs und Staatsbeamte in einem Flugzeug gesessen hätten. “Das war unverantwortlich“, sagte er. Es müsse Regeln geben, dass so etwa nicht wieder passieren könne. Unter den Opfern waren neben Kaczynski und seiner Ehefrau auch Vize-Parlamentschef Jerzy Szmajdzinski, Vize- Außenminister Andrzej Kremer sowie viele Parlamentarier. Auch die Ikone der demokratischen Opposition, die legendäre Streikführerin von 1980 in Danzig, Anna Walentynowicz, war an Bord der Tupolew.

Putin verspricht Aufklärung

Polnische Medien lobten ausdrücklich die "vorbildliche“ Zusammenarbeit mit Russland bei den Ermittlungen über die Absturzursache. Der russische Regierungschef Wladimir Putin hatte seinem polnischen Kollegen Donald Tusk bereits unmittelbar nach dem Absturz am Samstag engste Kooperation und Hilfe bei der Aufklärung versprochen.

Derweil warnten viele Geistliche bei Messen und Gottesdiensten davor, voreilig die Schuldfrage zu stellen. Dennoch wurde diese Frage lauter. Die russische Staatsanwaltschaft schloss eine technische Ursache für den Absturz aus. Die Maschine vom Typ Tupolew TU-154 sei in einwandfreiem Zustand gewesen, sagte Chefermittler Alexander Bastrykin. Der Pilot sei mehrfach auf die schlechte Wetterlage und den Nebel hingewiesen worden und habe trotzdem mehrere Landeversuche unternommen.

In einigen internationalen Pressekommentaren wurde in diesem Zusammenhang daran erinnert, dass Kaczynski während des Südkaukasuskrieges 2008 auf einem Flug nach Georgien seinen Piloten zum Landen zwingen wollte, obwohl Russland allen Flugzeugen befohlen hatte, die georgische Hauptstadt Tiflis zu meiden.

dpa

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