Jemen: Entführte Familie soll aus Sachsen stammen

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Die Leichen der drei getöteten Frauen sind in Sanaa eingetroffen.

Bautzen - Die im Jemen entführte deutsche Familie soll mehreren Medienberichten zufolge aus dem Kreis Bautzen in Sachsen stammen.

Demnach handelt es sich um Vater Johannes (36) und Mutter Sabine (36) und den drei kleinen Kindern Lydia (4), Anna (3) und Simon (1).

Die Familie soll seit gut fünf Jahren im Jemen gelebt haben. Hier sollen die Eltern als Krankenschwester und Techniker in einem Krankenhaus gearbeitet haben. Das Auswärtige Amt in Berlin wollte die Berichte über die Herkunft der Familie am Mittwoch weder bestätigen noch dementieren, wie in solchen Fällen üblich.

Am vergangenen Freitag waren nördlich der Hauptstadt Sanaa neun Ausländer verschleppt worden. Drei von ihnen wurden getötet: Zwei Studentinnen aus Niedersachsen und eine südkoreanische Lehrerin. Ihre Leichen wurden am Montag gefunden. Von den restlichen sechs Geiseln - ein deutsches Ehepaar mit drei Kleinkindern und ein Brite - fehlt bislang jede Spur. Die Ausländer hatten alle in Saada im Dschumhuri- Krankenhaus gearbeitet. Ob sie von Kriminellen oder von islamistischen Terroristen verschleppt wurden, ist bislang völlig unklar. Bewaffnete Stammesangehörige, die im Jemen gelegentlich Ausländer entführen, um dadurch die Regierung zu erpressen, scheiden als Täter nach Ansicht von Experten aus. Der Mord an den drei Frauen verstoße gegen die ungeschriebenen Gesetze der arabischen Stämme.

dpa

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